In ihrem ersten Video "Virus" trat sie noch engelsgleich auf. Beim zweiten Chartstürmer "Prinzesschen" versucht LaFee aber gar nicht mehr lieb zu sein. Maskiert als schwarzer Engel greift sie an; ihr Ziel sind dabei verwöhnte Gören, die zu Hause alles bekommen. "Prinzesschen" eben.
Auch im dazugehörigen
Game wird mit dieser Sorte Mädels kräftig abgerechnet. Beim "Prinzesschen Bashing" kannst du (fast) alles tun, um deine ganz persönliche Rechnung zu begleichen. Nimm einfach einen görigen Luxus-Artikel und hau zu.
Aber LaFee hat mehr zu bieten, als nur provokant und aggressiv zu sein. Auf ihrem Debütalbum, schlicht "LaFee" betitelt, packt sie auch ernste Themen wie Kindesmissbrauch an. Die Trennung von der Mutter ("Wo bist du") inszeniert sie als Schrei nach Liebe.
 |
| ... und mal ganz böse. |
| (Foto: EMI) |
Und der Vater-Tochter-Konflikt ("Lass mich frei") wirkt nicht minder authentisch. Das Aufbegehren gegen ein rigides Erziehungssystem ("Verboten") ist ein Plädoyer für mehr Respekt gegenüber Jugendlichen.