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published: 24.08.2006
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„Antike in Gefahr"
Athener Archäologen fanden während der Bauarbeiten fast täglich neue Scherben. (Foto: Arte F/Entracte)
Athener Archäologen fanden während der Bauarbeiten fast täglich neue Scherben.
(Foto: Arte F/Entracte)
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Im Jahr 2004 kehrten die Olympischen Spiele an ihre Geburtsstätte zurück. Die größte Sportveranstaltung der Welt, die ihren Ursprung in der Antike hat, fand 100 Jahre nach der ersten Neuauflage in der Neuzeit wieder in Athen statt. Vom 13. bis zum 29. August trafen sich die Sportler der Welt in der Hauptstadt Griechenlands zum fairen Kräftemessen und zum Kampf um die Medaillen. Logistisch waren die Spiele eine ungeheure Aufgabe. Nicht nur, dass die vielen Athleten im Olympischen Dorf untergebracht werden mussten, auch alle Sportstätten mussten pünktlich zur Eröffnungsfeier fertig werden. Da sind nicht einmal die vier Jahre, die zwischen jeder Sommerolympiade liegen, genug Zeit, um in aller Ruhe zu planen. Denn oft rollen die Bagger schon kurz nach Bekanntgabe des Austragungsorts an. So wurde auch Athen binnen weniger Tage zu einer einzigen Baustelle und der Beginn der Spiele ein Wettlauf mit der Zeit. Doch hatten die Ingeniere noch mit einem ganz anderen und vor allem nicht planbaren Umstand zu kämpfen: unter dem heutigen Stadtkern liegen allerorts Überreste des antiken Athens verborgen. Fast mit jedem Spartenstich förderten die Bautrupps Spuren der Vergangenheit zutage – das wiederum bedeutete einen Baustop. Und bevor die Arbeiten weitergehen konnten, rückten erst die Archäologen an. Die Geduld der Olympiaplaner wurde so auf eine harte Probe gestellt….

Der Dokumentarfilm von Valerie Exposito zeigt den Konflikt zwischen Antike und Moderne am Beispiel der Olympischen Spiele 2004. Der Dokumentarfilmer lässt traditionsverbundene Athener zu Wort kommen, die möglichst viel von ihrem Kulturerbe unversehrt bewahren wollen. Auch die Arbeit der Archäologen wird veranschaulicht, die in so genannten Notgrabungen unter enormem Zeitdruck oft nur das Nötigste dokumentieren, nicht aber erhalten konnten.

Ausstellung von antiken Amphoren. (Foto: Arte F/Entracte)
Ausstellung von antiken Amphoren.
(Foto: Arte F/Entracte)
Übrigens: In Deutschland ist der Umgang mit historischen Funden sogar gesetzlich geregelt. Sobald auf einer Baustelle der Verdacht auf einen historischen Fund entsteht, müssen die Archäologen vom zuständigen Bodendenkmalpflegeamt anrücken. Erst wenn die Experten ihre Zustimmung gegeben haben, darf der Baubetrieb weitergeführt werden. Das kostet den Bauherren nicht selten Zeit und Geld, lässt sich aufgrund der Exklusivität von historischen oder archäologischen Funden aber nicht vermeiden. Sogar Landwirte, die nicht selten beim Pflügen auf ihrem Acker Scherben finde, sind verpflichtet, die Archäologen zu informieren.

„Antike in Gefahr – Athen vor den Spielen” 26.08., 12.00 Uhr; Arte

[Jörg]
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Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.

Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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