Berliner „Schraddelpop“, liefern die drei Mädels und ihr Gitarist Andy von Laxrosa, mit ihrem gleichnamigen Debütalbum ab. Der Stil des Erstlingswerk lässt sich wohl am ehesten mit dem von „Wir sind Helden“ vergleichen, ist aber roher und frischer.
Das Karen, Tine und Inka bei der Bandgründung 1999 ihre Instrumente zum erstenmal in der Hand hielten, merkt man allenfalls daran, dass sie völlig auf langweilige Demonstrationen ihres technischen Könnens verzichten, wie man das von manch anderen Bands kennt. Mit rauer Stimme und jungen, frechen Texten nimmt Sängerin Karen die Zuhörer sofort für sich ein. Der rockige, teilweise trashige Sound zieht sich durch das ganze Album und man summt automatisch mit.
Besonders hörenswert ist das Stück „Was zu tun ist“, das durch seine unschlagbare Hookline besticht. Spätestens bei diesem Lied fragt man sich ernsthaft: „Warum war eigentlich ich noch nie auf einem Konzert von denen?“
Und insgesamt ergibt sich dann so was wie Berliner „Schraddelpop“,
den die vier auf ihrer Homepage treffend erklären: "Schraddelpop speist sich aus unserem Lebensgefühl; gedankenverloren und wütend, ein Chaos aus Realität und idealisierten Träumen und unserer leicht anarchistischen Unbedarftheit an Musik ran zugehen.“
Und wer jetzt neugierig geworden ist, der sollte einfach selbst mal in „Laxrosa“ reinhören. Aus meiner Sicht ist die CD aber in jedem Fall eine angenehme Bereicherung für die deutsche Musikszene.
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