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published: 06.12.2006
Game-Tipp
„Sid Meier’s Railroads“
 „Sid Meier’s Railroads“ ist für PC erhältlich. (Foto: Take 2)
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www.sidmeiersrailroads.com
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Ich liebe diese klassischen Wirtschaftsstrategiespiele. Endlich mal etwas wirklich Konstruktives, wie damals im Sandkasten oder beim Spielen mit Bauklötzen. Nicht die ganze Zeit rumballern, keine Armeen gegen Festungen losschicken, nichts zerstören - das finde ich großartig. Man gebe mir einen Batzen Geld, ein Ziel in ferner Zukunft und lasse mich fröhlich drauflosbauen. Da kommt der Rockefeller in mir durch und ich erschaffe ganze Imperien, egal ob Städte, Firmen oder Kolonien.
Neueste Errungenschaft meines kapitalistischen Daseins ist ein Klassiker, den ich in seiner Urfassung schon vor zig Jahren gespielt habe: „Railroads“.

Von SimCity Erfinder Sid Meier zu neuem Prestige aufpoliert, wartet das Spiel wie schon damals mit feinster Build-`Em-Up-Strategie auf. So kann man sich als zukünftiger Eisenbahnmogul gleich in ein freies Spiel stürzen und diverse reale, wie auch frei erfundene Landkarten erobern oder aber die zahlreichen Szenarien durchspielen, die einem die Erschließung des Landes mit Zielvorgaben und hartnäckiger Konkurrenz erschweren. Klar, der absolute Historienklassiker ist dabei die Eroberung der USA durch die Eisenbahn. Dem Ruf „Westward Ho!“ folgt man dabei durch diverse Szenarien, angefangen an der Ostküste, wo es Washington, New York und Boston zu vernetzen gilt, bis zum Goldrausch der kalifornischen Besiedelung, bei dem man die Verbindung über die Rocky Mountains herstellen muss. Das Spiel ist dabei nicht unbedingt akkurat, was Zeitgefüge, Probleme und Maßstäbe des zu erschließenden Kontinents angeht, bringt aber unheimlich viel Spaß und ermöglicht es, die heimische Märklin Eisenbahn (ein Relikt vergangener Tage) völlig virtuell neu zu beleben.

Generell kann man dabei die unterschiedlichsten Strategien erproben. Entweder man setzt verstärkt auf gut ausgebaute Netze, wird zum Postkönig oder Passagiertransporteur Nummer 1, oder man setzt auf Ressourcen, kauft Minen und Fabriken, um so der Konkurrenz durch Synergien den Rang abzulaufen.

Neben all diesen Spieltricks bietet „Railroads“ aber vor allem liebevoll animierte Landschaften und eine große Menge Züge - von der ersten Dampfmaschine bis zu den neuesten Schnellzügen ist so ziemlich alles dabei und versorgt den Möchtegern-Mogul mit einer Menge Abwechslung und Spielspaß. Da man sogar seine eigenen Züge inspiriert bemalen darf, steht dem Pimp-My-Train-Element im Spiel auch nichts im Wege. Somit gelingt „Railroads“ der große Schritt, einen Klassiker der frühen Spielzeit in ein modernes und lässiges Gewand zu kleiden. Das macht Spaß und ist, wie bereits erwähnt, äußerst konstruktiv.

[Lars]
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Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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