Wo bin ich: music · stories  

published: 18.12.2006
Lili
Mit P!nk auf Tour
Die netten Punks von nebenan - Lili. (Foto: Public Address)
Die netten Punks von nebenan - Lili.
(Foto: Public Address)
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www.lili-band.com

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Lili heißt die freche Pop-Punk-Band aus Köln, die gerade als Vorgruppe von Rockröhre P!nk auf der Bühne stand. Der Superstar wollte Lili unbedingt als Support für seine Tour und schmiss sogar eine schon gebuchte Band für das Quartett raus. "Wir waren zuerst total schockiert und dachten, wir werden verarscht. Mit P!nk auf Tour, der absolute Oberhammer!", erzählt Bassistin Dani, "MarX hat dann noch schnell seinen Urlaub abgesagt".

Gitarristin Caro, Bassistin Dani, Sängerin Ylva und Drummer MarX fanden sich 2003 als Band zusammen und ernteten von deutschen Rockgrößen wie Udo Lindenberg und Ex-Tote-Hosen-Drummer Wolfgang Rohde großes Lob. In ihren deutschsprachigen Texten äußern sie freimütig ihre Meinung, auch wenn sie damit eventuell mal jemandem auf den Schlips treten. So rechnen sie beispielsweise in dem Song "Supastar" ungnädig mit Kandidaten von Castingshows ab. "PunkOderNichtPunk" widmet sich eventuellen Vorurteilen gegenüber dem Punk-Dasein der Band: "Man muss sich immer definieren, das wollen die Leute anscheinend", so Ylva. "Aber eigentlich wollen wir nicht nur eine Richtung machen. Für viele ist es deshalb schwierig, uns in eine Schublade zu stecken."

Das Vorurteil, einen Frauenbonus zu genießen, behob die Band schnell: "Am Anfang meinten viele, dass mit kurzen Röckchen und Brüsten - wohl bemerkt kaum vorhandenen Brüsten - jeder auf die Bühne könne", erzählt Caro. Also verkleideten sich die Mädels vor einigen Auftritten kurzerhand als Männer und Drummer MarX als Steffi Graf: "Die Ähnlichkeit kam von ganz alleine. Als ich die Perücke auf hatte, war ich Steffi."

Mit dieser Leichtigkeit gelingt es den Kölnern, mit ungerechtfertigter Kritik klar zu kommen und sich mit guter Laune in die Herzen der Hörer zu spielen. "Wir versuchen, es nicht zu kompliziert zu machen", grinst MarX. "Da klingen manche Melodien schon einmal geklaut." Lili nehmen sich und ihr Image nicht allzu ernst und spielen gern mit Klischees. Auf die Frage, was sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden, antwortet Caro dann auch prompt: "Meinen Freund! Äh, nee, das schnulzt zu sehr, das schneiden wir raus!"

Noch reicht die Musik den Vieren nicht aus, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. MarX unterhält mit einem Kollegen eine Oldtimerwerkstatt, Sportstudentin Ylva kellnert, Grafikerin Dani arbeitet in einem Architekturbüro und Philosophiestudentin Caro babysittet regelmäßig. Nach ihrer Zukunft befragt meint Ylva: "Unser Traum wäre schon, nur noch Musik zu machen. Aber das kommt noch. Unser großes Ziel ist es, irgendwann bei Rock am Ring aufzutreten."




[Franzisca]
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Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.

Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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