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published: 02.01.2007
Game-Rezension
„Sherlock Holmes“
„Sherlock Holmes“ ist für den PC erhältlich. (Foto: Frogster)
„Sherlock Holmes“ ist für den PC erhältlich.
(Foto: Frogster)
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www.sherlockholmes-thegame.
de

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Fans des klassischen Adventures müssen sich ihre Highlights über das Jahr verteilt suchen, denn der Markt wird nicht gerade mit Spielen überschwemmt, die auf Action verzichten und stattdessen auf Kalkül Wert legen. Ein Liebling des Genres sind Detektivgeschichten. Und wer sollte da wohl die erste Geige im Ensemble spielen? Na klar, der vom britischen Autor Sir Arthur Conan Doyle erfundene Meister aller Privatschnüffler: Sherlock Holmes. Da dieser bereits in zwei Teilen zuvor sein Können unter Beweis stellen musste, suchten die Schreiber des Spiels nun nach einer neuen und besonderen Herausforderung für den Gentleman-Ermittler und fanden diese in der Welt des amerikanischen Autors H. P. Lovecraft. Die Geschichten des Horrorautors haben zwar so gar nichts mit London und dem 19. Jahrhundert zu tun, aber was nicht passt, wird hier einfach passend gemacht. Und zumindest die Stimmung und Düsternis der Geschichte der Cthulhu-Sekte passt gut ins London der Holmes-Zeit. Übernatürliches von Lovecraft und kombinatorische Schnüffelei von Doyle ergänzen sich so zu einem bunten Mix in diesem Point- und Click-Adventure.

Doch das war es dann auch schon mit den Highlights, denn die eher minimalistische Steuerung lässt nahezu keine Interaktion mit der Umwelt zu, einzig die für die Rätsel relevanten Gegenstände sind benutzbar. Holmes weiß sich allzu oft mit dem Satz „Ich habe keinen Grund dort hinzugehen“ aus der Affäre unsichtbarer Level-Barrieren zu helfen und auch die Rätsel lassen immer nur eine Lösungsreihenfolge zu. Wer also eine Spur übersieht, ist zu einem ständigen Wiederholen seiner eigenen Schritte gezwungen, bis er durch Zufall die Lösung hat. Glücklicherweise sind die Rätsel nicht allzu schwer, doch das hat dann zur Folge, dass man sich teilweise auf stupides Durchklicken der Handlung beschränkt, ein wenig ausprobiert und letztlich doch nur weiterklickt.

Szenenbild aus „Sherlock Holmes“ (Foto: Frogster)
Szenenbild aus „Sherlock Holmes“
(Foto: Frogster)
Da sich die Spielemacher zwar redlich Mühe gegeben haben, das Detektiv-Genre mit Horrorflair zu füllen und eine passable Geschichte um verschwundene Menschen und dunkle Morde zu erzählen, kann man es zumindest als Erzählung mit Interaktion genießen. Das allerdings erfordert, über gewisse Schwächen in der Atmosphäre hinwegzusehen, denn die Straßen wirken etwas steril, die Figuren leicht hölzern. Davon abgesehen ist die 3D-Umsetzung aber gut gelungen und auch die wechselnden Perspektiven - mal als Holmes, mal als Watson - helfen der Kurzweil ebenso wie die variablen Rätsel, die mal Logik, mal Mechanik, und manchmal sogar eine Kooperation der Charaktere erfordern. Alles in allem ein solides Adventure, das allerdings an gewissen Schwächen, wie der allzu gewichtigen Linearität und eher minimalen Atmo, krankt.

[Lars]
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Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.

Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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