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published: 23.01.2007
Game-Rezension
„Star Trek: Legacy“
„Star Trek: Legacy“ ist für den PC und die Xbox 360 erhältlich. (Foto: Ubisoft)
„Star Trek: Legacy“ ist für den PC und die Xbox 360 erhältlich.
(Foto: Ubisoft)
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Kaum ein Science-Fiction-Universum hat soviel bewegt, wie das Genre bildende Star Trek, das vor ziemlich genau 40 Jahren zum ersten Mal das Licht der Fernsehwelt erblickte. Es folgten unzählige Serien und Film-Ableger - und mittlerweile auch diverse Games-Umsetzungen. Zum Jubiläum können Spieler nun mit „Star Trek: Tactical Assault“ auf PSP und Nintendo DS ein Actionabenteuer bestehen, mit „Star Trek: Encounters“ auf der PS2 zum Siegeszug antreten und letztlich mit „Star Trek: Legacy“ auf Xbox 360 und PC Sternenflottengefechte durchtaktieren. Wir konzentrieren uns auf das Schlachtschiff dieser Spieleumsetzungen, da es die beste Grafik und eine weit reichende Story zu bieten hat. Letztlich weisen aber eigentlich alle drei Spiele ähnliche Pluspunkte und Mängel auf.

„Star Trek: Legacy“ bietet dem Fan die Möglichkeit, sich durch eine mehrere Jahrhunderte umspannende Storyline zu spielen, bei der alle fünf wichtigen und aus dem TV bekannten Captains zu Ehren kommen. Beginnend mit Archer und der ersten Enterprise, über Kirk und Picard spielt man letztlich auch Sisko und Janeway, so dass ein roter Faden die Geschichte bis in die Gegenwart der Filme transportiert. Allerdings wird hier auch schon der erste Mangel deutlich, denn die Spiele bieten keine Bilder der Captains, lediglich ihre Stimme sind in (eher schwachen) Dialogen mit dem Sternenflottenkommando zu hören. Anscheinend waren die Bildlizenzen der Schauspieler zu teuer und wurden deswegen nicht verwendet. Dazu kommt, dass die Handlung zwar durch alle Generationen führt, vom Gameplay indes kaum aufgegriffen wird, da dieses bei „Legacy“ hauptsächlich auf Action und Taktik im Weltraum ausgerichtet ist. Viele detaillierte Handlungen können lediglich dann ausgeführt werden, wenn es das lineare Script erlaubt. Beamen, Traktorstrahlen und Diplomatie erreichen somit gerade einmal Mini-Game Status.

Kampfszene aus „Star Trek: Legacy“ (Foto: Ubisoft)
Kampfszene aus „Star Trek: Legacy“
(Foto: Ubisoft)
Überhaupt erkrankt das Spiel an der zu linearen und eher schlampigen Umsetzung der Taktik-Sequenzen, denn man kann zwar mit bis zu vier Schiffen in einer Flotte kämpfen, doch die KI der anderen Schiffe ist mau. Man kann als Oberkommandeur kaum Befehle erteilen, die Steuerung der Schiffe ist träge und die Kameraführung furchtbar ungelenk. Hinzu kommt ein lebloser Weltraum, der fast überall gleich aussieht und daher eine Orientierung nicht zulässt. Insgesamt ist das Spielfeld eher begrenzt und auch die Taktik ist nicht besonders ausgefeilt einzusetzen. Da stimmt das ganze Spielkonzept hinten und vorne nicht.

Die Grafik, die auf Xbox 360 und PC die Welt des Star Trek eigentlich am besten einfangen sollte, ist bis auf die Schiffe selbst geradezu minimalistisch. Es gibt weder Zwischensequenzen noch Protagonisten. Stattdessen sieht man sich endlosen Weiten des immer gleichen Weltraums und absolut misslungenen Schadensdarstellungen sowie Explosionen gegenüber. Das erwartete Grafikfeuerwerk bleibt selbst bei so leistungsstarken Konsolen völlig aus. So wird die tolle Möglichkeit, das Star Trek Universum von einem Erzählmedium ins nächste zu holen, leider völlig verschlampt...

[Lars]
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Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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