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published: 18.01.2007
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„Die Unverfälschten“
„Berliner Straßenszene“ des Brücke-Künstlers Ernst Ludwig Kirchner. (Foto: BR/Staatliche Museen)
„Berliner Straßenszene“ des Brücke-Künstlers Ernst Ludwig Kirchner.
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Malen wollten sie alle von Anfang an gerne, nur bloß keine Universität besuchen - lieber war es ihnen, schnell und spontan den Pinsel zu schwingen. Deshalb gründeten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl am 7. Juni 1905 die Künstlergruppe „Brücke“. Dass die vier eigentlich Architektur studierten, störte wenig. Denn wer malen will, braucht dafür keine Regeln, die von Kunsthochschulen diktiert werden, so die Ansicht der Visionäre. Und so mischten Kirchner und Co. die Kunstszene in ihrer Heimatstadt Dresden gehörig auf.

Schnelle Skizzen, verzerrte Formen, leuchtende Farben, das ist der Stil des Künstlerkollektivs. Mit Entstehung der „Brücke“ werden die vier Gründungsmitglieder zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Expressionismus. Später stoßen zeitweilig auch noch Emil Nolde, Max Pechstein und Otto Müller zu der Gruppe. Es entstehen farbintensive Bilder, in denen die Felder rot und die Bäume blau sind. Nichts erinnert mehr an die Realität. Ziel der Kunst ist vielmehr eine Konfrontation mit dem Inneren, den Gefühlen des Künstlers, das Innerste nach Außen zu kehren und nicht die Wirklichkeit zu kopieren. Doch die Geschichte der „Brücke“ ist auch eine Geschichte einer Marke und eines Marketingkomzepts. Neben einem Logo besorgte sich die Gruppe auch Sponsoren. Um sich einen Namen zu machen, wurden prominente Maler angeworben....

„Die Unverfälschten“ zeigt die Entstehung der Künstlergruppe mit den frühen Jahren in Dresden bis zur Auflösung der „Brücke“ 1913 in Berlin. Mit frühen Filmdokumenten, die um 1910 entstanden, wird auch ein Blick auf die damalige Zeitgeschichte geworfen. Das Großstadtleben mit dem Elend der Arbeiter-Ghettos steht im krassen Gegensatz zu den prunkvollen höfischen Riten der letzten Jahre des preußischen Wilhelminismus.

„Die Unverfälschten“, 21.01., 20.15 Uhr; Arte

[Jörg]
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Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.

Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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