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Johnny Cash. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts dürfte es kaum einen anderen Musiker geben, der einen ähnlich ikonenhaften Charakter für die Pop-Musik und den amerikanischen Traum - und zwar die hellen und die dunklen Seiten - besitzt wie Johnny Cash. Erfolgreicher Countrymusiker, Mann der Religion, tablettensüchtiger Raufbold, Bewahrer amerikanischer Traditionen und schließlich Kultfigur für die junge Generation - ein Mann voller Widersprüche. Nach seinem Tod im September 2003 ist das Interesse am Menschen Johnny Cash stärker denn je, und zunehmend erscheint Johnny Cash im Lichte teils phantasievoller, teils authentischer Biographien. Nie war Johnny Cash so groß wie jetzt - drei Jahre nach seinem Tod.
Abseits von Kinoverfilmung und posthumer Ehrenrettung präsentiert Regisseur John Ross die Unauthorized Biography über Johnny Cash, die er auf authentischem Material gebaut hat. Auf einer Länge von 72 Minuten werden vor allem die entscheidenden Jahre bis 1970 eingehend ausgeführt. Unterstützt von originalem Film-, Foto- und Tonmaterial gelingt es Ross, ein stimmiges und einfühlsames Bild von der Entwicklung einer der faszinierendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit zu schaffen. Als Interviewpartner stellten sich Cashs jüngster Bruder Tommy Cash, Bassmann Marshall Grant und Drummer W.S. Holland zur Verfügung, die als Beteiligte intimen Einblick in das Leben Johnny Cashs vermitteln. Originalszenen aus der US-Showserie „This Is Your Life“ von 1972, in der Cash unter anderem auf die „Landsberg Barbarians“, aus der Zeit der Stationierung in Deutschland, trifft sowie viele andere selten gezeigte Szenen und Fotos schaffen zudem ein umfassendes Bild der Person Cashs. The Unauthorized Biography führt den Zuschauer an Originalschauplätze: Nach Dyess, in nächtliche Hotelzimmer, auf die Bühne der Grand Ole Opry und in die Nickajack Caves, der Ort seiner spirituellen Erfahrung, die sein Leben veränderte. Das Bonusmaterial umfasst zudem die vollständigen Exklusiv-Interviews mit Tommy Cash (etwa 13 Minuten) und WS Holland (etwa 25 Minuten), aber auch einen filmischen Gang durch Johnny Cashs und June Carters Anwesen in Hendersonville, Tennessee, und in Cashs kleines Studio-Refugium.
[PA]
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