Tenacious-D-Fans wissen: Bei den vollschlanken Spaß-Rockern ist es schier unmöglich, Musik und Comedy zu trennen. Ihre Songs leben durch Bilder und Geschichten, die Jack Black und Kyle Gass auf ihre ganz spezielle Weise erzählen. Mit ihrem Debüt aus dem Jahr 2002 erspielten sich Tenacious D eine eingeschworene Fangemeinde. Nun erscheint, begleitend zum gleichnamigen Kinofilm, am 9. Februar 2007 das zweite Album „The Pick Of Destiny“. Ihre Anhänger werden den Musikern bestimmt nicht weglaufen, allerdings reicht der Nachfolger nicht ganz an die erste Scheibe heran.
Der Opener "Kickapoo" schlägt jedoch in die gleiche musikalische Kerbe wie bekannte Hymnen à la "Tribute" oder "Wonderboy". Er involviert in ein buntes Rock-Event, in dem Meat Loaf und Ronnie James Dio ebenfalls eine Rolle besetzen. Glücklicherweise lassen Tenacious D diesem Stück die Zeit, die es verdient. Genauso wie "Master Exploder" oder "POD" gehört es zu den Schätzen dieser Scheibe, die einen gefährlich mit den Augen rollenden Jack Black vor´s innere Auge zaubern.
Leider bleiben einige Songs viel zu kurz und schemenhaft, so dass es die 15 Tracks nur auf knappe 34 Minuten bringen. Manche kostet genau dieser Zeitmangel ihre Qualität. So entbehren "Baby" oder "Destiny" zwar nicht einer gewissen Komik, lassen sich aber ohne Zusammenhang nur schwer in das Album integrieren.
Auch auf dieser Scheibe kämpfen Tenacious D wieder gegen Satan und ringen mit ihm um den besten Rock-Sound der Welt. Zum finalen Showdown kommt es beim kultverdächtigen "Beelzeboss". Jack Black und Kyle Gass liefern sich mit dem Dämon einen musikalischen Metal-Wettstreit vom Allerfeinsten. Ihr Gegner in teuflischem Gewand: Ein Mix aus der Stimme Dave Grohls und Liam Lynchs infernalischer Gitarre.
Insgesamt handelt es sich bei "The Pick Of Destiny" um ein kurvenreiches Album, mit dem man durchaus seinen Spaß haben kann - vorausgesetzt, man steht auf den schrägen Humor der beiden Protagonisten.
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