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published: 25.03.2007
Alkoholmissbrauch
Gefahr Flatratepartys
Alkoholgenuss ist gerade in ausgelassener Stimmung oft unkontrolliert und wird daher schnell zur Gefahr. (Foto: Public Address)
Alkoholgenuss ist gerade in ausgelassener Stimmung oft unkontrolliert und wird daher schnell zur Gefahr.
(Foto: Public Address)
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Anja Wagner-Scheid zum
Flatrate-Konsum


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Mit dem Slogan "Einmal Blechen und für lau Zechen" wirbt eine Diskothek im niedersächsischen Alfeld für ihre anstehende "All You Can Drink"-Party. Diese Art von Veranstaltungen richtet sich vor allem an Teens mit schmalem Geldbeutel und wird von Fachleuten in den Medien vehement kritisiert. Die jüngste Diskussion um den ausufernden Alkoholkonsum von Jugendlichen wurde durch den Fall eines 16-jährigen Berliners angestoßen, der nach dem Konsum von 52 Tequila-Shots, also kleinen Gläsern, ins Koma fiel.

Bei den so genannten Flatratepartys bezahlen die Gäste einen fixen Betrag und können anschließend unbegrenzt alkoholische und nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen. Auf Jugendliche, die sich sonst einen derartig exzessiven Alkohol-Konsum gar nicht leisten könnten, wirkten solche Angebote besonders enthemmend, warnt die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion im Saarland Anja Wagner-Scheid auf der Internetseite ihrer Partei. Verlockend seien dabei vor allem hochprozentige Spirituosen, die bei regulärem Kneipenbetrieb viel zu teuer wären.

Unter Politikern wird nun nicht nur ein Verbot solcher Partys überlegt, sondern auch, ob man die Altersgrenze für den Alkoholgenuss generell anheben soll. Bisher erlaubt das Jugendschutzgesetz Jugendlichen ab 16 Jahren, Bier und weinhaltige Getränken zu trinken, und jüngeren Teens, wenn sie von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Branntweinhaltige Produkte wie Schnaps und Tequila sind allerdings erst ab 18 Jahren zugänglich.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hält allerdings nichts davon, das Jugendschutzgesetz zu ändern, vielmehr will sie den bestehenden gesetzlichen Rahmen besser nutzen. Die Verantwortlichen im Handel und in der Gastronomie müssten sich strikt an die Regeln halten und von den Ordnungsbehörden besser kontrolliert werden, so Bätzing in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit. Außerdem sei es notwendig, den Alkoholkonsum in der Gesellschaft stärker zu thematisieren.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konsumierten die Zwölf- bis 17-Jährigen im Jahr 2005 insgesamt weniger Alkohol als in den Jahren zuvor. Allerdings beurteilten die Jugendlichen das "Binge Drinking" - also das hintereinander Trinken von etlichen Gläsern Alkohol - im Vergleich zu 2004 als weniger große Gefahr für ihre Gesundheit.

Wie die Politiker mit dem "All You Can Drink"-Trend umgehen, bleibt abzuwarten. Bei einer ähnlichen Debatte um die Alkopops erreichten sie Erfolge, indem man die Preise der Mixgetränke anhob und die gesundheitliche Aufklärung verstärkte. Vielleicht hat aber bereits die öffentliche Diskussion potenzielle Gäste der Alfelder und anderer Flatrate-Partys wachsam gemacht.

[Daniela]
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…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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