Deutschland ist ein Einwanderungsland. Viele Menschen aus unterschiedlichsten Nationen haben hier ihre Heimat gefunden, integrieren sich in den Alltag ihrer deutschen Nachbarn. Damit das reibungslos funktioniert, sind in den meisten Fällen gute Sprachkenntnisse wichtig. Die sollen nach dem neuen Zuwanderungsgesetz in einem Sprachkurs für Ausländer erworben werden. Ein Anbieter dieser Kurse ist die Lehrerkooperative in Frankfurt am Main. Hier gibt auch Djordje Deutschunterricht. Auch er selbst ist Ausländer, aber das ist für den Serben eher ein Vorteil. Schließlich kann er so seine 19 Teilnehmer aus 15 Nationen und vier Kontinenten ideal auf den deutschen Alltag vorbereiten. Denn wer, wenn nicht er, weiß, was für einen Ausländer in Deutschland wirklich wichtig ist. Das größte Problem für Djordje sind aber die unterschiedlichen Vorkenntnisse in der Klasse. Während einige Teilnehmer eine abgeschlossene Hochschulausbildung in der Tasche haben, haben anderen gerade erst lesen und schreiben gelernt - für den Lehrer eine riesige Herausforderung. Denn in welcher anderen Klasse sitzen schon Grundschüler mit Akademikern an einem Tisch....
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| Unsagbar wichtige deutsche Vokabeln müssen gelernt werden. |
| (Foto: ZDF/SWR) |
Die Reportage von Jean Boué begleitet einen Deutschkurs für Ausländer in Frankfurt mit der Kamera. In den Gesprächen mit den Teilnehmern erfährt der Zuschauer nicht nur etwas über die unterschiedlichen Kulturen, die hier aufeinander prallen, sondern hört auch von den verschiedenen Plänen und Träumen, die die Emigranten haben. Das ist etwa die 25-jährige Merlin Preval-Cardona aus Kuba. Nach dem Kurs will die junge Frau an der Frankfurter Musikhochschule studieren. Dafür muss sie aber Deutsch können. Nach 600 Stunden Sprachunterricht vermittelt ihr der Kurs auch noch einen 30-stündigen Crash-Kurs in Sachen deutscher Kultur.
„Die Welt-Klasse“, 28.04., 18.00 Uhr; 3sat