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published: 17.05.2007
Streetball
Show-Dribbeln auf der Straße
Spektakulär aber oft verboten: Bei den meisten Turnieren ist der Dunking nicht erlaubt. (Foto: Public Address)
Spektakulär aber oft verboten: Bei den meisten Turnieren ist der Dunking nicht erlaubt.
(Foto: Public Address)
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Die Streetball-Seite des
DBB


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Lässig schreitet der Aufbauspieler an den Rand der Dreipunktelinie. Gekonnte dribbelt er mit dem Ball direkt vor der Nase des Verteidigers, erhöht schließlich das Tempo immer mehr. Mit atemberaubender Geschwindigkeit führt er den Ball in flachen Dribblings hinter dem Rücken, zwischen den Beinen. Die Hände des Verteidigers greifen ein ums andere Mal ins Leere - er sieht aus, als wolle ein Elefant mit seinen Füßen Fliegen fangen. Dass der pfeilschnelle Angreifer den Ball noch bestens unter Kontrolle hat, merkt der Verteidiger erst, als die orangefarbene Kugel von seiner Brust zurück in den Hände des anderen Basketballers prallt. Die Zuschauer johlen. Nun lässt der flinke Spieler den Ball unter der linken Seite seines übergroßen T-Shirts verschwinden, um ihn kurz darauf auf der rechten wieder aus dem Stoff schnellen zu lassen. Langsam wird es für den Verteidiger peinlich. Kurz darauf täuscht der Angreifer an, rechts am Verteidiger vorbeizugehen. Als dieser reagiert, folgt ein perfekter „Crossover“ auf die linke Seite. Und als sich der Verteidiger das nächste Mal verwundert umdreht, hängt der Spieler schon am Ring, durch den er den Ball mit einem krachenden Dunking gestopft hat: Willkommen beim Streetball.

Das Publikum schreit vor Begeisterung. Basketball-Fachkundige würden nun bemängeln, dass neben einem Schrittfehler und einem Doppeldribbling der Ball vom Angreifer auch noch geführt wurde. Und das ist beim klassischen Basketball verboten. In unserem Publikum stört das keinen, denn Streetball ist anders. Die TK klärt euch über den Trendsport auf.

Streetball ist Showtime
Das Tolle am Streetball ist: Ihr braucht nur ein Paar Turnschuhe und einen Ball. Zum Glück hat die Zahl der Korbanlagen und Streetballplätze in den letzten Jahren auch in Deutschland stark zugenommen. Ursprünglich kommt das Spiel - wie könnte es anders sein - aus den USA, genauer aus den Schwarzen-Ghettos von New York. Weil hier gut ausgestattete Turnhallen Mangelwaren waren, schraubten die Jungs einfach einen Korb an die nächste Straßenecke und spielten „Ball“, wie Basketball bei den Amerikanern genannt wird.

Dass auf diese Weise auch die amerikanische Straßenkultur mit HipHop samt Ganster-Image in den Streetball Einzug hielt, war nur eine Frage der Zeit. Dem entsprechend hat sich die Straßenvariante des Basketball verändert: Das Spiel ist viel schneller als der Ursprungssport in der Halle. Die Spieler arbeiten an immer neuen spektakulären Tricks, um den direkten Gegenspieler zu überrumpeln und ihn dabei möglichst schlecht aussehen zu lassen. Für viele Spieler bedeutet Streetball auch Showtime. So haben sich im Mutterland des Basketball und inzwischen auch in Europa richtige Showtruppen gebildet, die in ihrer Popularität manchmal den Multimillionären in der NBA nicht nachstehen. Einige gute Spieler haben sogar über den Streetballplatz den Sprung in den professionellen Basketball geschafft. Dazu gehört Rafer Alston, der sich unter dem Pseudonym „Skip To My Lou“ einen Job in der Position des Shooting Guard bei den Houston Rockets erspielte. Als Streetballer brachte es der New Yorker, der in der Nachbarschaft von Rapper 50 Cent aufwuchs, zu reichlich Ruhm.

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Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.

Marcel Mart

…dass ein Känguru nicht springen kann, solange sein Schwanz nicht den Boden berührt?
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