Wo bin ich: music · stories  

published: 28.12.2007
Christian Venus im Interview
Im Bann des Venus
Christians Debütsingle heißt "3 Uhr morgens" (Foto: Public Address)
Christians Debütsingle heißt "3 Uhr morgens"
(Foto: Public Address)
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www.christianvenus.de
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Christian Venus - "3 Uhr
Morgens"


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Abendstern. So nennt man den Planeten Venus, da er das hellste natürliche Objekt am nächtlichen Sternenhimmel ist. Es ist durchaus auch eine zutreffende Bezeichnung für den 27-jährigen Musiker Christian Venus, der beim nächtlichen Um-die-Häuser-Ziehen schon das eine oder andere Mal melancholisch wird. Dieses Gefühl besingt er nun in seiner Debütsingle "3 Uhr morgens".

Der Wahlhamburger befindet sich momentan im Spagat zwischen der harten Welt des Amateurfußballs und einer vielversprechenden Musikkarriere. Gerade ist er aus Zürich zurückgekehrt, wo er zusammen mit der finnischen Band Sunrise Avenue die Bühne rockte.

Die anstrengende Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz hat zwar äußerlich Spuren hinterlassen: Seine Augen sind grau umrandet, das Shirt ein wenig zerknittert. Trotzdem gibt sich der Sänger entspannt und offen. Er spricht über seine Jugend, die gemeinsamen Anfänge mit Revolverheld und über die grauenhafte Vorstellung, eine Schalke-04-Anhängerin als Freundin zu haben.

Wie warst Du als Jugendlicher?
Christian Venus: "Meine Freunde und ich trugen Doc Martens und Bundeswehrparkas und hatten auch schon mal ne Auseinandersetzung mit der Polizei. Es gab zum Beispiel in der Nähe des Dorfes, aus dem ich komme, ein riesengroßes graues U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg, das man besichtigen kann. Die Farbe hat uns nicht gefallen: Wir fanden, das U-Boot sähe in Gelb einfach besser aus. Deswegen haben wir Yellow-Submarine-Partys gemacht, bei denen jeder einen gelben Farbbeutel mitbringen und auf das U-Boot schmeißen sollte."

Hattest Du daraufhin zuhause Probleme mit den Eltern?
"Naja, man muss seinen Eltern ja nicht alles erzählen. Wenn ich nach Hause kam, ging ich oft schnell in mein Zimmer, damit meine Eltern nicht merken konnten, dass ich total betrunken war oder was ich sonst so getrieben hatte. Ich habe außerdem drei ältere Geschwister, die mir den Weg geebnet hatten."

Bringt Deine Freundin Verständnis für Deine Musikkarriere und das viele Unterwegssein auf?
"Na ja, die Mädchen die ich gerade kennen lerne, zeigen au-ßerordentlich viel Verständnis (grinst). Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich es momentan gar nicht erst so weit kommen lasse, dass Unverständnis aufkommen könnte. Beschweren tut man sich über so etwas ja erst, wenn es was Festes wird - jetzt wird erst mal fest gefeiert! Aber das ist wahrscheinlich gerade nur eine Phase bei mir. Das geht wieder vorbei und dann werde ich um Verständnis betteln (grinst)."

Was wäre, wenn Du dann demnächst wieder eine feste Freundin hättest und sich für Dich als bekennender Borussia-Dortmund-Fan zu spät herausstellt, dass sie ein großer Schalke-Fan ist?
Fußball ist für Christian fast so wichtig wie Musik (© Public Address)

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