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Redaktionelle Anzeige | Powered by TK published: 27.03.2008
Gymnasium, Real- oder Hauptschule?
Welche Schulform passt zu wem?
Wer permanent große Probleme im Unterricht hat, besucht eventuell die falsche Schule (Foto: Public Address)
Wer permanent große Probleme im Unterricht hat, besucht eventuell die falsche Schule
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Ist der Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule erst einmal geschafft, betrachten viele Eltern und Schüler die Entscheidung für eine Schulform häufig als endgültig. Welche Chancen und Möglichkeiten andere Schulen eventuell eröffnen würden, verlieren die meisten ab diesem Zeitpunkt schnell aus dem Blick.

Leider kommt jedoch nicht jeder Schüler immer "automatisch" auf die für ihn passende Schule. Wer im Unterricht permanent unter- oder überfordert ist, verliert schnell den Spaß am Lernen, manchmal kommt es dann gar zu psychischen und daraus resultierend zu körperlichen Beschwerden. In manchen Fällen hilft hier ein Schulwechsel.

Doch was folgt auf die Gesamtschule? Worin unterscheidet sich der Unterricht auf Haupt- und Realschule und was ist eigentlich das Fachabitur? Wie das Schulsystem in Deutschland funktioniert und worauf die einzelnen Schulformen vorbereiten, erklärt euch die Techniker Krankenkasse.

Das "gegliederte Schulsystem"
In Deutschland gibt es ein "gegliedertes Schulsystem". Was sich kompliziert anhört, ist eigentlich ganz einfach: Ist die Grundschule erst einmal absolviert, stehen Schülern in der Regel drei Grundformen für eine weiterführende Schule offen: das Gymnasium, die Real- oder die Hauptschule. Normalerweise wird diese Wahl nach vier Schuljahren getroffen, lediglich in Berlin und Brandenburg müssen sich die Schüler erst nach sechs Jahren entscheiden.

Hauptschule: Praxis steht im Vordergrund
Wenn es morgens nach leckeren Brötchen duftet, ist der Bäcker schon lange wach und dabei, weitere Spezialitäten für seine Kundschaft vorzubereiten. Könnt ihr euch vorstellen, einmal in seine Fußstapfen zu treten, benötigt ihr für die Ausbildung einen Hauptschulabschluss. Während der Schulzeit wird euch auf der Hauptschule eine grundlegende allgemeine Bildung vermittelt. Diese bereitet euch auf handwerkliche Berufe wie beispielsweise Maurer oder Tischler, industrielle und betriebliche Arbeiten oder auch gewerbliche Tätigkeiten wie Florist, Koch oder eben Bäcker vor.

Der Unterricht ist deshalb meist sehr praxisorientiert, vermittelt aber auch notwendige wissenschaftliche Grundlagen. Neben den klassischen Fächern, die es an jeder Schule gibt, soll den Schülern im Fach "Arbeitslehre" mit unterschiedlichen Maßnahmen bei der Berufwahl geholfen werden. Dazu gehört, dass sie mehrere Betriebspraktika absolvieren, um erste Erfahrungen zu sammeln und eigene Talente und Vorlieben zu entdecken.

Die Hauptschule dauert von der fünften bis zur neunten bzw. zehnten Klasse. Neben einer Ausbildung ermöglicht der Hauptschulabschluss euch auch, auf der Realschule die mittlere Reife anzuschließen.

Realschule: Die goldene Mitte
Wer gerne einmal als Hotelkaufmann den Überblick in einem großen Hotel haben möchte oder als Bauzeichnerin an der Entwicklung spannender Gebäude beteiligt sein will, braucht für die entsprechenden Ausbildungen einen Realschulabschluss. Diesen erwebt ihr nach der zehnten Klasse. Die so genannte mittlere Reife berechtigt euch auch dazu, auf einer höheren Schule das Abitur zu machen. In vielen Bundesländern wird jedoch ein bestimmter Notendurchschnitt vorausgesetzt, um das Abi an einem Gymnasium machen zu dürfen. Falls ihr also vorhabt, nach der zehnten Klasse weiterzumachen, erkundigt euch vorher nach den jeweiligen Bedingungen.

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