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Redaktionelle Anzeige | Powered by TK published: 10.05.2008
Cleverer Haushalt
Hilfe aus der Trickkiste
Wer die Zwiebeln einfach vor und nach dem Schälen kurz in kaltes Wasser taucht oder sie direkt unter laufendem Wasser zerkleinert, kann die Taschentücher in Zukunft vergessen (Foto: Public Address)
Wer die Zwiebeln einfach vor und nach dem Schälen kurz in kaltes Wasser taucht oder sie direkt unter laufendem Wasser zerkleinert, kann die Taschentücher in Zukunft vergessen
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In Deutschland werden pro Kopf und Jahr etwa sieben Kilogramm Zwiebeln verzehrt. Bedenkt man, dass dies bei einem durchschnittlichen Gewicht von 60 Gramm rund 117 Zwiebeln ergibt, die uns pro Stück bei jedem Schälen mindestens drei Tränen kosten, bedarf es nur noch einer kleinen Rechnung, um herauszufinden: Knappe vier Liter Tränenflüssigkeit verheulen wir jährlich beim leidigen Zwiebelschneiden! Und die sollte man doch lieber in einen traurigen Film oder einen herzlichen Lachanfall investieren, oder?

Damit ihr im Haushalt nicht mit unnötigen Ärgernissen kämpfen müsst und das Beste aus euren Lebensmitteln herausholt, stellt euch die Techniker Krankenkasse einige Tricks vor, mit denen ihr spielend alles im Griff behaltet.

Da bleibt kein Auge trocken, oder?
So lecker Zwiebeln auch sind, bei der Zubereitung des würzigen Gemüses ist euch vermutlich regelmäßig zum Heulen zumute. Das liegt daran, dass durch den Sauerstoff beim Zerschneiden der Zwiebeln bestimmte Enzyme aktiviert werden. Diese setzen wiederum schwefelhaltige Substanzen frei, die euren Schleimhäuten ordentlich zu schaffen machen: Die Augen beginnen zu brennen und zu tränen.

Um den Tränenfluss zu stoppen, braucht ihr jedoch weder Taucherbrille, Wäscheklammer noch Handtuch: Wer die Zwiebeln einfach vor und nach dem Schälen kurz in kaltes Wasser taucht oder sie direkt unter laufendem Wasser zerkleinert, kann die Taschentücher in Zukunft vergessen. Es hilft sogar schon, Schneidebrett und Messer kurz unter den Wasserstrahl zu halten.

Ebenfalls wichtig ist, dass ihr ein scharfes Messer benutzt, denn stumpfe Klingen üben einen stärkeren Druck aus und setzen so mehr Schwefel frei. Übrigens: In der Wurzel tummeln sich die konzentriertesten Schwefelverbindungen, darum solltet ihr diese stets zum Schluss entfernen!

Auftauen mit Weile
Wie praktisch doch so eine Tiefkühltruhe ist: Fisch, Fleisch, Suppen, Gemüse, Sonderangebote und Vorgekochtes verschwinden problemlos in ihrem eisigen Bauch und werden je nach Bedarf wieder hervorgezaubert. Apropos Bedarf: Zumindest bei Fleisch und Fisch solltet ihr euch jedoch rechtzeitig überlegen, wann ihr euer Menü genießen wollt, denn um diese Lebensmittel aufzutauen, braucht ihr Zeit.

Wer es eilig hat und sein Steak womöglich in der Sonne oder auf der Heizung zum Schmelzen bringen möchte, riskiert schlicht seine Gesundheit: Bei Temperaturen über fünf Grad Celsius besteht die Gefahr, dass die Produkte verderben. Daher rät das Deutsche Tiefkühlinstitut, empfindliche Ware ausgepackt in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank langsam auftauen zu lassen. Vielleicht besitzt ihr ja sogar ein Gefäß mit Siebeinsatz, in dem das Tauwasser gut abfließen kann? Falls nicht, solltet ihr die Flüssigkeit zumindest schnell weggießen, damit sich in ihr keine Bakterien entwickeln können.

Ein weiterer Vorteil, den die langsame Schmelze mit sich bringt: Umso mehr Zeit ihr eurer Mahlzeit lasst, umso zarter wird sie in ihrer Konsistenz.

Reife im Duett
Ihr schlendert durch den Gemüseladen, als euer Blick auf eine herrlich glänzende Avocado fällt – mhm, ist es nicht schon Ewigkeiten her, dass ihr euch eine Avocado gegönnt habt? Also landet sie kurzerhand im Einkaufskorb und wartet auf den baldigen Verzehr. Leider gibt es ein Problem: Meist sind die Avocados im Laden noch ziemlich hart und brauchen mindestens eine Woche, um eine genießbare Reife zu erlangen.

Zum Glück braucht ihr nicht so lange zu warten, wenn ihr Äpfel im Haus habt. Verschiedene Obstsorten wie beispielsweise Äpfel oder Bananen aber auch bunte Paprika oder Tomaten geben das farblose Gas Ethylen ab. Dieses Gas beschleunigt den Reifeprozess – auch bei anderen Obst- und Gemüsesorten! Lagert man also bestimmte Lebensmittel gemeinsam mit den "Reifmachern", wirkt sich das ganz unterschiedlich aus: Während Kohl oder Gurken sehr schnell verderben, wird eine Avocado innerhalb kurzer Zeit angenehm weich und genießbar.

Versucht es einfach selbst und gebt einen reifen Apfel mit noch nicht ausgereiften Tomaten, Nektarinen, harten Kiwis oder einer Avocado in einen Plastikbeutel – und freut euch auf eine baldige Ernte.

[TK]
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