Wo bin ich: music · stories  

published: 14.06.2008
Selina Herrero im Interview
"Die sollen ihren Hintern bewegen!"
Selina Herrero findet, dass Jungs sich ruhig mehr trauen sollten (Foto: Public Address)
Selina Herrero findet, dass Jungs sich ruhig mehr trauen sollten
(Foto: Public Address)
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www.selinaherrero.com

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Im Video zu ihrer ersten Single "Don´t Be Shy" lächelt die 15-jährige Newcomerin Selina Herrero spitzbübisch vom Balkon ihres indischen Prunk-Palastes in den Garten herab und winkt einen hübschen, jungen Gärtner aufmunternd zu sich heran. Im realen Leben bewohnt die Schülerin jedoch kein Schloss in Indien, sondern lebt mit ihren Eltern und zwei Katzen im kleinen Nest Bad Kreuznach in Rheinland Pfalz.

Wenn sie nicht in der Schule ist, komponiert die Halbspanierin eigene Songs, programmiert Beats und schaut leidenschaftlich gerne Bollywood-Filme. Im Interview mit Scoolz erzählt sie von ihrem Video-Dreh in Indien und darüber, was sie und ihre Freundinnen an Jungs auszusetzen haben.

In Deinem Song "Don´t Be Shy" ermunterst Du einen jungen Mann, nicht so schüchtern zu sein. Gibt es eine bestimmte Person, die Du damit gemeint hast?
Selina Herrero: "Nein, der Text ist eher allgemein gemeint. Ich kriege das halt so mit. Viele Mädchen in meinem Alter beschweren sich, dass die Jungs sie nicht ansprechen oder sie ihnen hinterherlaufen müssen. Eigentlich ist das die Message: Die Jungs sollen ihren Hintern bewegen und die Mädchen ansprechen und nicht umgekehrt. Ich habe mir eine Art Film dazu vorgestellt - in dem ich persönlich aber nicht mitspielte - und dann habe ich die Geschichte in meinem Text umgesetzt!"

Sind die Jungs Dir gegenüber denn schüchtern?
"Naja, ich bin mit den Jungs aus meiner Klasse befreundet und auch oft mit ihnen zusammen. Die sind eigentlich wie vorher. Die machen auch schon einmal Witze, aber sie sind auch nicht so zickig, ich kann sehr gut mit ihnen reden."

Selina ist für die Musik viel unterwegs - ihre Eltern müssen immer mit (Foto: Public Address)
Selina ist für die Musik viel unterwegs - ihre Eltern müssen immer mit
(Foto: Public Address)
Du gehst in die neunte Klasse. Was halten Deine Klassenkameraden von Deinem Song?
"Meine Klassenkameraden unterstützen mich sehr und gucken die Sendungen im Fernsehen, wenn ich irgendwo auftrete. Manche finden das natürlich komisch, mich im TV zu sehen, aber sie freuen sich für mich. In meiner Parallelklasse und an der Schule gibt es aber auch Neider, die sich kindisch benehmen, da kann man nichts machen. Manche schreien mir irgendwelche Begriffe hinterher oder rennen vor mich, schreien mir ´Don´t be shy´ ins Gesicht und rennen wieder weg – mit 15! Eigentlich sollte man da doch ein bisschen vernünftig sein - das finde ich lächerlich."

Gehst Du gerne zur Schule?
"Für mich ist es einfach zu früh, um viertel nach sechs aufzustehen und sich dann direkt anzustrengen. Die Musik ist auch anstrengend, aber das ist mein Hobby, das macht mir Spaß. Ich bin zwar ehrgeizig, aber manchmal habe ich einfach keine Lust auf Schule, das hat wohl jeder."

Würdest Du die Schule für Deine Karriere abbrechen?
"Schule ist sehr wichtig für die Zukunft, mit der Musik kann es ja immer zu Ende sein. Ich möchte wenigstens die zehnte Klasse machen, dann habe ich einen Realschul-Abschluss. Wenn es mit der Musik weiter gut läuft, würde ich dann später das Fachabi machen. Läuft es nicht wie erwünscht, dann mache ich mein Abitur direkt."

Gibt es noch einen anderen Beruf, den Du Dir für Dich vorstellen könntest?




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