Wo bin ich: on screen  

published: 11.02.2009
DVD-Tipp
"How She Move"
"How She Move": Street-Style-Tanz und Hip-Hop-Beats (Foto: Paramount)
"How She Move": Street-Style-Tanz und Hip-Hop-Beats
(Foto: Paramount)

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Tanzfilme gibt es viele. Auch solche, die ein jugendliches Publikum ansprechen. Dazu gehört auch "How She Move", ein kanadischer Film, der in den deutschen Kinos im Herbst 2008 leider ziemlich unterging. Schade eigentlich, denn der Streifen kann durchaus mit prominenten Genre-Filmen wie "Step Up" oder "Stomp The Yard" mithalten. Neu ist die Story des Street-Streifens von dem britischen Regisseur Ian Iqbal Rashids aber nicht:

Denn zuerst sieht es nicht danach aus, als würde die talentierte Raya (Rutina Wesley) jemals wieder ihrer Leidenschaft nachgehen. Als gute Schülerin hat sie es an ein renommiertes College geschafft. Mit einer guten Ausbildung in der Tasche hofft sie auf ein besseres Leben als in ihrem Ghetto-Viertel, in dem Drogen und Gewalt an der Tagesordnung sind. Doch dann stellt der Drogentod ihrer geliebten Schwester alles auf den Kopf. In einer Affekthandlung schmeißt sie die Ausbildung und kehrt in ihr altes Viertel zurück. Dort wird sie weder von ihrer Mutter begeistert aufgenommen, die immer auf ein besseres Leben für den Spross jamaikanischer Einwanderer gehofft hat, noch von ihren alten Freunden. Für jemand wie Michelle (Tracey Armstrong) ist Raya eine Verräterin, die die Gesetze der Straße gebrochen hat. Doch dann entdeckt sie das Tanzen wieder für sich und hofft, mit den Jungs der Step-Dance-Gang JSJ den Hauptpreis bei einem Tanzwettbewerb abzuräumen. Mit den 50.000 Dollar wäre endlich ein Neuanfang möglich. Doch erstmal muss sie sich als Mädchen bei JSJ-Anführer Bishop (Dwain Murphy) beweisen.
Die Jungs der JSJ-Crew haben es drauf (Foto: Paramount)
Die Jungs der JSJ-Crew haben es drauf
(Foto: Paramount)


Klingt alles so, als hätte man es schon mal irgendwo gehört. Dabei leiden natürlich fast alle Tanz-Filme unter dem gleichen Problem: Drehbuch und Regie müssen sich entscheiden, ob sie sich mehr auf eine gute Story oder eben auf die Tanzszenen konzentrieren wollen. Beides unter einen Hut zu bringen, ist scheinbar so unmöglich wie ein Sportfilm, bei dem der Held mit seinem Team nicht im finalen Spiel den alles entscheidenden Punkt macht. Und so hat sich auch Ian Iqbal Rashids für die Tanzszenen entschieden. Zu Recht, denn der Rhythmus von "How She Move" hat es in sich. Dass die bisher ziemlich unbekannte Hauptdarstellerin eher Tänzerin als Charakterdarstellerin ist, liegt nur in der Natur der Sache. Fans von energetischem Street-Style-Tanz und Subwoofer-erschütternden Hip-Hop-Beats kommen in jedem Fall auf ihre Kosten.

[Jörg]
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