In der Welt der japanischen Mythologie spielen neben den animistischen Naturkräften insbesondere die Ninjas, eine geheime Kriegerkaste mit fast übermenschlichen Fähigkeiten, eine wichtige Rolle. Die Krieger hat es wirklich gegeben, ihre Fähigkeiten in Sachen Lautlosigkeit, Beweglichkeit und Geschick machten sie zu Legenden, die noch heute gerne von japanischen Künstlern aufgegriffen werden. So auch von Masashi Kishimoto, dessen Manga (und die dazugehörige Anime-Serie) "Naruto" in der Welt der Leisetreter spielt. Natürlich dürfen auch hier böse Machenschaften, Naturgeister und elementare Kräfte nicht fehlen, doch das Grundprinzip basiert auf der Ninja-Hierarchie. Die Ninjas aus "Naruto" leben in geheimen Dörfern, werden von den Fürsten der Umgebung angeheuert und müssen immer wieder gegen spirituelle oder weltliche Bedrohungen antreten oder im Wettstreit miteinander bestehen. Naruto, der Titelheld ist ein junger Mann - ein Ninja auf dem Weg nach oben.
Seine Rolle übernimmt man nun auch in "Naruto – Clash of Ninja Revolution 2", in dem es hauptsächlich um die Action der Serie geht. Man kann zwar den Storymodus durchspielen und in einer halbgaren Geschichte seinen Lieblingscharakter spielen, doch der Fokus liegt einzig auf den Kämpfen, der Rest ist Beiwerk. Mit ca. 35 spielbaren Figuren, einige davon extra für das Spiel entwickelt, bietet "Naruto 2" klar einiges an Auswahl. Auch die Tatsache, dass viele unterschiedliche Modi und auch Multi-Player-Optionen vorhanden sind, macht das Spiel im Beat'em'Up-Bereich zumindest solide. Interessant ist dabei tatsächlich, dass man sich dieses Mal (im Gegensatz zu Teil 1) Mühe gegeben hat, die Steuerungsoptionen der Wii zu berücksichtigen und gerade die Nunchuck & Remote-Steuerung gut gelungen ist.
Grafisch ist vor allem im Storymodus nicht viel zu holen. Die Zwischensequenzen sind banal und wirken wie ein plattes Comic, dafür aber sind die Charakteranimationen und insbesondere die Spezialmoves schick gemacht. Wie schon gesagt, das Spiel macht ganz klar, dass alles außer dem reinen Kampf hier nur Beiwerk ist und nicht beachtet werden sollte. Und genau das ist schade und relativ dumm. Denn nur zum drauflos prügeln kann man andere Spiele weitaus eher empfehlen("MK vs. DC" oder "Soul Calibur IV" beispielsweise). Gerade die Einbindung in die Anime-Serie und die Altersfreigabe von zwölf Jahren hätten hier auf eine Story und ein wenig Hintergrund hoffen lassen. Dem ist aber nicht so und somit bleibt als Fazit dann doch nur zu sagen: "Naruto – Clash of Ninja Revolution 2" ist ein solides aber keineswegs herausragendes Prügelspiel. Nicht mehr und nicht weniger.
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