Musik verbindet. Nicht zuletzt beweist das die Newcomerband Livingston. Bestehend aus zwei Südafrikanern, einem Italiener, einem Briten und einem Deutschen ist mehr Multikultur wahrscheinlich gar nicht mehr möglich. Nach gemeinsamen Jam-Sessions in London waren sich die einzelnen Bandmitglieder schnell einig, dass sie zusammen Musik machen wollen und gingen auf Tour.
Seit Oktober ist das Erstlingswerk "Sign Language" der Band erhältlich, Livingston erregten jedoch bereits im Vorfeld die Aufmerksamkeit der Kritiker. Als Vorgruppe von Bands wie Revolverheld und Ich & Ich überzeugten sie das Publikum und machten sich so einen Namen in der Musikszene. Die erste Single "Broken" schaffte es in Deutschland immerhin auf Platz 25 der Charts, das Album stieg direkt auf Platz 16 ein.
Die Platte ist von einer recht melancholischen Grundstimmung geprägt und überzeugt durch die vielfältigen stilistischen Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder. So zeichnen sich Songs wie "One Good Reason" oder "Come For Me" durch interessante Schlagzeug- und Percussionelemente aus, die an afrikanische Tribalmusik erinnern. Dabei sorgen eindringliche Basslines für den nötigen Druck. Seine südafrikanischen Wurzeln lebt Sänger Beukes Willemse in dem Song "Vula" aus. Das Stück singt Beukes komplett in Zulu, einer der elf offiziellen Sprachen Südafrikas.
Ein Album mit viel Hitpotential
Dass die Band sich von Gruppen wie den Kings of Leon oder Muse inspirieren ließ, hört man dem Album an. Mit Songs wie "Six By Four" erinnern Livingston streckenweise auch an Lifehouse, sind jedoch etwas rockiger unterwegs als ihre amerikanischen Kollegen. Die erste Single "Broken" ist schon recht erfolgreich. Mindestens genauso viel Hitpotential hat der Song "Hold On", der rockig, aber doch mit einer sehr eingängigen Melodie daherkommt.
Mit ihrem sehr radiotauglichen, aber trotzdem individuellen Sound haben Livingston gute Chancen, sich von den zahlreichen anderen Alternativ-Bands abzuheben und dadurch langfristig erfolgreich im Musikbusiness zu bleiben.
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