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published: 20.12.2009
CD-Tipp
Chris Brown - "Graffiti"
Chris Brown - "Graffiti" (JIVE)
Chris Brown - "Graffiti"
(JIVE)
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www.chrisbrownworld.com
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Futuristisch wirkt das Albumcover zu "Graffiti", Chris Brown in hautengem Lederoutfit, die Gitarre über der Schulter und eine Spraydose in der Roboterhand. Futuristisch sollte wohl auch das Album werden. Der Opener "I Can Transform Ya" featuring Lil Wayne und Swizz Beatz kommt dementsprechend mit metallisch klingenden Beats und Auto-Tune-Gesang daher. Im Laufe der Platte wechseln sich dann Herzschmerz-Songs, wie das schmachtende "Crawl" oder die Schmusepop-Nummer "So Cold", mit Songs ab, die durch etwas HipHop- und Crunk-Einflüsse auch im Club funktionieren.

Abstecher in die 90er

Dabei greift Chris Brown tief in die Effekt-Kiste, so zum Beispiel bei dem pompös orchestrierten "What I Do". Leider fühlt man sich durch die Syntheziser und Effekte oft in die 80er und 90er Jahre zurückversetzt. Hört man das Intro zu "I.Y.A.", fragt man sich, ob man nicht versehentlich eine Cher-Platte aufgelegt hat. Diese Retro-Einschübe sollen wohl innovativ wirken, erscheinen jedoch eher unprofessionell und laienhaft umgesetzt. Was bei "I Can Transform Ya" und dem frischen "Girlfriend" noch funktioniert, wirkt bei Songs wie "Famous Girl" nicht mehr. Mit "Pass Out", einem Sample von Eric Prydz' "Call On Me", folgt dann noch ein Abstecher in die Disco-Ära.

Wird Erwartungen nicht gerecht

Schließlich freut man sich über die simplen R&B-Herzschmerz-Balladen. Hier greift Brown auf Altbewährtes zurück und verzichtet weitgehend auf misslungene Sound-Experimente. Das ruhige "Fallin Down" profitiert sogar von stimmungsvoll eingesetzten Effekten. Letztendlich hält "Graffiti" nicht, was es verspricht. Statt den R&B-Sound zu entstauben, macht Chris Brown mit seinen Retro-Ausflügen gleich mehrere Schritte zurück, statt einen nach vorne.


eventim.de

Seeed



[Svenja]

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