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| Mobbing und Gewalt: Doch nicht nur Opfer und Täter sind betroffen |
| (Foto: Public Address) |
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Von Mobbing sind nicht nur die Opfer betroffen: Auch Schülerinnen und Schüler, die mitbekommen, wie jemand verbal oder physisch belästigt wird, leiden darunter. Das konnten nun britische Wissenschaftler in einer Studie belegen.
Für ihre Untersuchung befragen Ian Rivers von der Brunel University in London und Paul Poteat vom Boston College über 2000 Schulkinder an 14 öffentlichen Schulen in England. Die Forscher wollte wissen, wie oft die Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren mit Beschimpfungen, Schlägereien oder Drohungen konfrontiert waren. Außerdem wurde nach Anzeichen für psychischen Stress wie Depression, Anspannung, Aggressivität und Minderwertigkeitsgefühlen gefragt.
Das überraschende Ergebnis:Kinder, die Mobbing nur beobachtet hatten, litten häufiger unter Stress-Symptomen als Schüler, die entweder Opfer oder Aggressor waren. Dieser Zusammenhang war besonders auffällig bei Kindern, die früher schon einmal in der Opferrolle waren, er zeigte sich jedoch auch bei Teenagern, die selbst noch nie belastende Situationen in der Schule erlebt hatten.
Kinder fühlen sich schuldigDie beiden Forscher vermuten, dass die ehemaligen Opfer die damaligen Qualen vermutlich gedanklich erneut durchmachen. Kinder, die bisher noch nicht von Mobbing betroffen waren, hätten dagegen wohl Angst, als nächstes dran zu sein, schrieben die Forscher in der Fachzeitschrift "School Psychology Quarterly".
Außerdem hatten schon frühere Studien ergeben, dass sich Kinder schuldig fühlen, wenn sie bei Mobbing nicht einschreiten und helfen. Diese Erkenntnisse könnten Schulpsychologen nutzen, indem sie Schüler dazu ermutigen, bei Mobbing nicht tatenlos zuzuschauen. Stattdessen könnten sie andere aktiv verteidigen, so Rivers.
[TK]
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