In Deutschland hat die Zahl von Gewalttaten, die unter Alkoholeinfluss begangen wurden, stark zugenommen. Das geht aus einem Bericht des ARD-Politikmagazin "Report Mainz" hervor, dem Zahlen von elf deutschen Landeskriminalämtern zugrunde liegen.
So sei der Anteil von alkoholisierten Jugendlichen an Tatverdächtigen dieser Altersgruppe bei Körperverletzungsdelikten und Gewalttaten in Rheinland-Pfalz von 10,6 Prozent im Jahre 2000 auf 23 Prozent 2008 gestiegen, in Bayern von 10,8 Prozent (1996) auf 28,2 Prozent (2008), in Brandenburg von 9,6 Prozent (2000) auf 20,1 Prozent (2008), in Niedersachsen von 16,7 Prozent (2000) auf 21 Prozent (2008).
Der Kriminologe Christian Pfeiffer sagte dem Magazin, dass aus den Zahlen ein massives Alkoholproblem bei jungen Menschen abgeleitet werden könne. Dieses Problem sei außerdem in den vergangenen Jahren tendenziell größer geworden. Er forderte deshalb ein einheitliches Alkoholverbot für alle Jugendlichen unter 18 Jahren.
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