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published: 08.06.2010
Alkoholprävention
"Alkohol? Kenn dein Limit."
Kristina und Yannik sind als Peers für die BZgA-Kampagne "Kenn dein Limit" im Einsatz (Foto: Public Address)
Kristina und Yannik sind als Peers für die BZgA-Kampagne "Kenn dein Limit" im Einsatz
(Foto: Public Address)
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www.kenn-dein-limit.info

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Die Sonne strahlt vom Himmel, es sind kaum Wolken zu sehen. Auf dem Bootsanlegesteg an der Hamburger Alster sitzen die unterschiedlichsten Menschen zusammen und genießen das schöne Wetter an diesem Freitagnachmittag. Ein Geschäftsmann hat seine Anzughose hochgekrempelt und lässt die Beine ins Wasser baumeln, ab und zu wirft er den Schwänen etwas zu. Nebenan sitzt eine Gruppe von Jugendlichen. Sie haben sich um einen Hund versammelt und reden durcheinander. Zwei der jungen Leute stechen aus dem Bild heraus: Sie tragen schwarze T-Shirts mit einem gelben Logo drauf. Der Schriftzug "Alkohol? Kenn dein Limit." ist auch auf ihren Umhängetaschen zu lesen.

Bei den beiden handelt es sich um die 19-jährige Kristina und den 20-jährigen Yannik. Beide sind als so genannte Peers, auf Deutsch "Gleichaltrige", für die Kampagne "Kenn dein Limit" in der Hamburger Innenstadt unterwegs. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mit dem Motto "Alkohol macht mehr kaputt, als du denkst!" sprechen die beiden andere Jugendliche an und unterhalten sich mit ihnen über das Thema Alkoholkonsum. Sie gesellen sich eine Weile zu der Gruppe, bauen locker und ungezwungen ein Gespräch auf und hören sich die Erfahrungen der Jugendlichen an. Nebenbei klären sie Irrtümer über das Thema auf, die oft fälschlicherweise geglaubt werden.

Die sechs jungen Damen, mit denen sie gerade reden, beugen sich über das iPhone, das Kristina ihnen entgegen hält. Sie spielen das Quiz "Flaschendrehen". Eine von ihnen liest die Frage auf dem Display laut vor: "Wird man schneller nüchtern, wenn man sich übergibt?" Eine andere schüttelt den Kopf. Sie vermutet, dass man dafür eher etwas essen sollte. "Es stimmt, dass man danach nicht weniger alkoholisiert ist", erwidert Kristina. "Da der Alkohol bereits ins Blut aufgenommen wurde, bringt es nichts, den Magen zu entleeren. Essen hilft dann aber auch nicht. Der Körper baut, egal was man macht, etwa 0,1 Promille Alkohol pro Stunde ab."

Nach einiger Zeit verabschieden sich die beiden Peers und ziehen weiter, Ausschau haltend nach der nächsten Ansammlung von Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren. Heute ist einer von 300 Einsatztagen, an denen Yannik und Kristina oder ihre Kollegen in deutschen Städten unterwegs sind. Die Peers sind im ganzen Land im Einsatz, dort, wo man viele junge Leute antrifft: In Innenstädten, auf Musikfestivals, Sportveranstaltungen und Partys oder auch mal am Strand – je nach Jahreszeit.


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