Ungewöhnliche Spielideen hat uns Sony ja schon häufiger präsentiert, man denke da nur an "Katamari" oder "Loco Roco". Doch mit "Kung Fu Rider" landen die Macher so weit in der japanischen Trash-Ecke, dass man schon viel Sinn für (schrägen) Humor braucht, um daran Gefallen zu finden. Doch von vorne: Privatdetektiv Toby und seine bezaubernde Assistentin Karin sind in Hong Kong unterwegs und aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen stehen sie immer auf der Kuppe eines Hügels, wenn die Mafia hinter ihnen her ist. Da bietet es sich natürlich an, diesen Berg auf einem Bürostuhl, Babywagen oder auch Industriestaubsauger herunterzurasen. Was auch sonst? Auf jeden Fall bietet sich so die Gelegenheit, mit dem neuen PSMove-Controller übelste Verrenkungen zu machen, um die skurrilen Gefährte an allen möglichen Hindernissen vorbei in Sicherheit zu bekommen.
Spielspaß nimmt schnell ab
Abgesehen von der abstrusen Idee ist das Spiel zum Glück sehr lustig, denn ganz im Stile von "Tony Hawk Downhill Jam" gilt es, mit dem Bürostuhl Extras einzusammeln, Sprünge durchzuführen und den mafiösen Gegnern mit einem gekonnten Dreh-Kick einen kräftigen Tritt zu verpassen. Das ist als Spielidee unglaublich spaßig und kann gerade in größerer Gruppe für viel Freude sorgen - allerdings meist eher bei den Zuschauern. Denn leider ist die Steuerung nicht immer besonders akkurat (erinnert hier eher an das schwammige Wii-System) und liefert so gerne mal Aktionen, die nicht beabsichtigt waren. Wer sich also nicht am Kampf mit der Steuerung stört, sich auf die wesentlichen Moves konzentriert, der wird bald in einen guten Fluss kommen und sein Bürostuhl-Chi finden können. Als Unterhaltung für Zwischendurch funktioniert das eigentlich ganz gut, aber auf Dauer können selbst die mehr als 30 Tracks, die knapp 15 Stuhlvarianten und die vielen Abkürzungen und Tricks nicht helfen: das Spiel wiederholt sich und auch die Witze sind irgendwann nicht mehr lustig. Aber das ist ein Problem, was gerade humorvolle Spiele immer wieder haben. Denn auf die Spieldauer von 15-20 Stunden ein hohes Humorniveau zu halten, das ist Kunst und nicht mehr nur Spiele-Handwerk. Da hilft es auch nicht, noch abstruser zu werden.
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