Seit dem Tod des schottischen Ralleyfahrers Colin McRae im Jahre 2007 versucht die von ihm gegründete und seit 1998 erfolgreiche Videospielreihe "Colin McRae Rally" sich langsam von dessen Erbe zu befreien. Mit "Colin McRae Dirt 2", dem ersten Spiel ohne McRae als technischem Berater, war man allerdings etwas übereilig und schoss deutlich über das Ziel hinaus. Die für ihre präzise und realistische Darstellung des Ralley-Sports bekannte Reihe verkam zu einem Funsport-Event amerikanischer Couleur, und die Fans gingen auf die Barrikaden.
Gametrailer - "Dirt 3"
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Spielerische Spezialfeuerwerke fehlen
Mit "Dirt 3" - das erstmals vollständig ohne den Namen des Begründers auskommt - geht man nun einen Schritt vor und zwei zurück. Zum einen rudert man in Sachen Showevents zurück, konzentriert sich wieder auf Ralley-Sport, klassische Fahrzeuge und schöne, detailreiche Strecken. Dabei macht man zum anderen gar nicht erst den Versuch, voll auf das "GT"-Niveau an Realismus zu kommen und fährt lieber die Kompromissvariante mit einigen Einstellungen für Fans, aber einer durchaus spielbaren Steuerung und Handhabung der Fahrzeuge. Ein weiterer Schritt zurück sind die klassischen Ralley-Modi ohne spielerische Spezialfeuerwerke und Herausforderungen der Fun-Variante, wie noch in "Dirt 2".
| Screenshots aus "Dirt 3" (27 Bilder) |
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Was dann aber wieder als Wunsch der Emanzipieren zu sehen ist, ist der Versuch, die von Kevin Block (dem neuen technischen Berater) erfundene Funsportart "Gymkhana" mit in das Spiel einzubauen. Das ist quasi ein Freestyle-Event mit lauter Drifts, Turns und Stunts, nur eben mit einem Ralley-Auto gefahren, statt mit einem Skateboard oder Bike. Als Fazit bleibt, dass das Erbe von McRae anzutreten schwer ist, aber ein guter Schritt in Richtung Balance aus Tradition und Erneuerung getan wurde, der für die Zukunft hoffen lässt.