Hätte man vor einigen Jahren noch seine Begeisterung für Frauenfußball kundgetan, hätte man wohl kaum mehr als ein müdes Lächeln als Antwort erwarten können. Denn Fußball war immer schon eine sehr Männer dominierte Sportart. Doch seit geraumer Zeit steigt auch die weibliche Begeisterung für den Sport rund um den kleinen Ball. Die deutschen Fußballclubs verzeichnen einen stetigen weiblichen Mitgliederzuwachs. Nur Turnvereine haben momentan höhere Mitgliederzahlen.
Westdeutschland liegt vorne
Besonders hohe Anteile an weiblichen Mitgliedern registriert der
Deutsche Fußballbund (DFB) in seinen Landesverbänden Westfalen und Rheinland. Dort ist der Anteil der Mädchen und Frauen durchgehend über 20 Prozent. Dagegen liegen die ostdeutschen Landesverbände mit Mädchen- und Frauenanteilen von unter zehn Prozent deutlich zurück.
Die beiden Geographen Christian Hanewinkel und Volker Bode vom
Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig haben umfangreiches Datenmaterial zu den jüngsten Entwicklungen im Bereich Frauenfußball zusammengetragen und untersucht. Die Ergebnisse in Form von Karten und Diagrammen sind jetzt im Internet auf
"Nationalatlas aktuell" abrufbar. In einem Begleittext erläutern die Autoren Fakten und Hintergründe.