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Redaktionelle Anzeige | Powered by TK published: 15.03.2012
Schüler
Jeder Zehnte mobbt
Früher wurde öffentlich gelästert, heute hauptsächlich im Internet  (Foto: Public Address)
Früher wurde öffentlich gelästert, heute hauptsächlich im Internet
(Foto: Public Address)
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Die TK

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Was früher als "Klassenkloppe" galt, kommt im 21. Jahrhundert als "Cybermobbing" daher. Virtuell und anonym fallen Kinder und Jugendliche dabei im Internet gezielt übereinander her. Oft mit fatalen Folgen. Eine repräsentative Studie der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: Mehr als jeder dritte Jugendliche war schon einmal Opfer des Mobbings via Internet. Und jeder Zehnte ist nach eigener Aussage selbst schon einmal Täter gewesen.

Tatort Kinderzimmer

99 Prozent der Befragten gaben an, zu Hause auf das Internet zuzugreifen, und neun von zehn Schülern nutzen dabei auch soziale Netzwerke (66 Prozent täglich). Tatort Nummer zwei ist die Schule selbst (59 Prozent), an Platz drei steht das gemeinsame Surfen bei Freunden (54 Prozent). Hinzu kommt, dass jeder Vierte auch mobil auf das Internet zugreift.

Die Befragung ergab:Jeder Fünfte hält es für wahrscheinlich, selbst einmal zum Täter zu werden. Besonders deutlich zeigt sich dies bei denjenigen, die das Internet täglich mehr als drei Stunden nutzen. Ihre Bereitschaft, selbst zum Mobber zu werden, ist deutlich höher als die des Durchschnitts.

Drohungen und Beleidigungen

Auch den Mitteln der virtuellen Attacken ist die Studie nachgegangen. An erster Stelle stehen dabei Drohungen und Beleidigungen (18 Prozent), gefolgt von übler Nachrede (13 Prozent) bis zu Identitätsmissbrauch (acht Prozent) und unberechtigter Weitergabe privater Mails oder Fotos (drei Prozent).
Bist Du schon mal mit Mobbing/Cybermobbing in Berührung gekommen?
  • Nein, glücklicherweise gibt es das weder bei mir noch in meinem Freundeskreis.
  • Ich selber nicht, aber ich habe von Leuten gehört, die das schon mal gemacht haben
  • Leider ja. Erst fand ich es ja ganz witzig, wie wir uns über nen Typen lustig gemacht haben. Aber dann tat er mir leid...
  • Meine Freundin wurde von ihrem Exfreund im Internet total fertig gemacht, mit Lügengeschichten über sie. Zum Glück ist das jetzt vorbei.
  • In meinem Freundeskreis gibt es kaum jemanden, der noch nicht gemobbt wurde! Ich selber auch. Bin deshalb total vorsichtig geworden im Netz.

Die Befragung zeigt auch, dass Täter weitestgehend ungehindert auf das World Wide Web zugreifen: Nur bei 17 Prozent der Befragten sind Seiten gesperrt, und nur bei rund jedem Zweiten nehmen Eltern Einfluss auf die Dauer (58 Prozent) oder die Inhalte (41 Prozent) der Internet-Nutzung.

Hilflosigkeit und Verzweiflung

Die Attacken aus dem Internet bleiben nicht ohne Folgen: 66 Prozent der Befragten gaben an, wütend zu sein, jeder Dritte fühlte sich sehr verletzt (35 Prozent), jeder Fünfte verzweifelt oder hilflos. Auf diese Weise bleiben auch körperliche Beschwerden nicht aus. 18 Prozent gaben an, Schlafstörungen zu haben, auch Kopf- und Bauchschmerzen führen Schüler auf die Internet-Attacken zurück (jeweils sechs Prozent).

Zum Hintergrund:
Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK im Frühjahr 2011 bundesweit rund 1.000 in Privathaushalten lebende deutschsprachige Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren zu ihrem Internet-Nutzungsverhalten und Cybermobbing befragt.

[TK]
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