Bereits die Beatles mochten die Frucht und benannten 1968 ihr berühmtes Label nach ihr: Apple Records. Bei dem auf dem Platten-Logo verwendeten Apfel handelt es sich übrigens um einen Granny Smith, einen von weltweit 30 000 Apfelsorten. Wohl keine Frucht ist so vielseitig wie Äpfel. Von süß bis herb oder gar sauer sind die Geschmacksrichtungen der Frucht. Die Techniker Krankenkasse erklärt dir alles, was du über das gesunde Obst wissen musst.
Für den Handel werden nur sehr wenige Sorten angebaut. Beliebt sind in Deutschland vor allem die Sorten Elstar, Golden Delicious, Cox Orange, Jonagold, Braeburn oder die alte Sorte Boskop. Es geht aber auch adelig-vornehm: Auch bei Gailly Herzogin von Brabant, Die Schöne aus Wiltshire, Herbstprinz oder Geheimrat Oldenburg handelt es sich um Apfelsorten.
"An Apple A Day"
Was die Äpfel für die Gesundheit leisten, wissen vor allem die Briten. "An Apple A Day Keeps The Doctor Away" lautet eine ihrer Volksweisheiten. Zu deutsch: Täglich einen Apfel und der Arzt bleibt zu Hause. An dem Spruch ist viel Wahres dran, obwohl Äpfel zu etwa 85 Prozent aus Wasser bestehen. Eine Substanz in der Schale der Frucht aus der Familie der Rosengewächse bindet freie Radikale, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen können. Außerdem senkt der Ballaststoff Pektin, der im Apfel enthalten ist, den Cholesterinspiegel und beugt so Herz- Kreislauferkrankungen vor. Pektin senkt zusätzlich den Blutzuckerspiegel, regt die Verdauung an und sorgt für eine ausgeglichene Darmflora. Die meisten Vitamine - über 30 enthält ein Apfel - stecken im Fruchtfleisch direkt unter der Schale. Deshalb ist es ratsam, Äpfel mit Schale zu verzehren.
Auch wenn Stiftung Warentest dem runden Obst bei einer Stichprobe 2006 meist unbedenkliche Pestizidwerte bescheinigte, sollte die Schale vor dem Essen einmal abgewaschen werden. Noch sicherer sind natürlich Bioprodukte.
17 Kilo pro Jahr
Äpfel gehören zu den beliebtesten Früchten hierzulande. Etwa 17 Kilo verzehrt jeder Deutsche pro Jahr. Und die gute Nachricht dabei: Die meisten Äpfel werden nicht von weit her importiert, sondern kommen von heimischen Obstbauern zu uns. Viele von ihnen haben ihre Höfe im Alten Land bei Hamburg, dem größten Obstanbaugebiet in Deutschland und Mitteleuropa. Insgesamt 835.000 Tonnen Äpfel werden in Deutschland jedes Jahr produziert. Einige Sorten können sehr gut eingelagert werden und gehen dann noch im nächsten Sommer frisch in den Verkauf. Die rote Farbe entsteht bei einigen Apfelsorten übrigens durch die immer größer werdenden Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zur Erntezeit. Je kälter die Nächte umso kräftiger ist der Rotton, den die Früchte annehmen.
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