Obwohl sich Wissenschaftler seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Migräne befassen, kann man noch immer nicht eindeutig erklären, wie und wo diese Kopfschmerzattacken zustande kommen.
Hamburger Wissenschaftler um Dr. Anne Stankewitz haben nun eine wichtige Entdeckung auf diesem Gebiet gemacht. Mittels funktioneller Kernspintomografie fanden sie heraus, dass nur bestimmte Bereiche im Gehirn an der Entstehung von Kopfschmerzattacken beteiligt sind. Diese Bereiche weisen bei Migränepatienten im Gegensatz zu Gesunden eine andere Aktivität auf.
Untersuchungen bevorstehender Attacken
Bisher erbrachte Studien weisen auf die überaus wichtige Rolle des so genannten trigemino-vaskulären Systems und des Hirnstamms hin. Die Hamburger Wissenschaftler untersuchten daher die trigeminale Schmerzverarbeitung von Migränepatienten und den Einfluss einer bevorstehenden Migräneattacke.
| Oszillierendes System |
Hierunter versteht man ein dynamisches System. Dieses wechselt zwischen zwei oder mehreren Zuständen hin und her, in einer wiederum mehr oder weniger regelmäßigen Form.
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Das Ergebnis: Der Aktivitätsgrad von bestimmten Regionen im Gehirn (Hirnstammkerne) steht in direkter Abhängigkeit zu den immer wiederkehrenden Migräneattacken steht. Erstmals gelang es Forschern somit zu beobachten, dass ein oszillierendes System im Bereich des Hirnstamms das attackenartige Auftreten von Kopfschmerzen erklären könnte.