Ein großer Anteil Somalias ist unterernährt und täglich sterben dort mindestens sechs Erwachsene und Kinder den Hungertod. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen vermutet, dass bereits mehrere zehntausend Somalier verhungert sind. Und: Das ostafrikanische Land ist nicht das einzige, welches unter einer Hungersnot leidet. Auf der ganzen Welt sterben jeden Tag Menschen wegen Nahrungsknappheit.
Plan gegen Hungersnot
Bis 2050 wird die momentane Weltbevölkerung um rund zwei Milliarden auf mehr als neun Milliarden Menschen wachsen. Gleichzeitig wird durch den mangelnden Platz der Anbau von Grundnahrungsmitteln immer schwieriger.
Ein internationales Forscherteam unter der Beteiligung der
Universität Bonn hat sich zwei Jahre lang mit diesem Problem intensiv befasst und anhand einer Studie einen möglichen Lösungsplan entwickelt.
Fünf notwendige Maßnahmen
Das Team entwickelte ein Konzept, wie sich die weltweite Nahrungsmittelproduktion steigern und gleichzeitig die Umweltauswirkungen der Landschaft verringern lassen. Dafür sind dem Forscherteam zufolge fünf Maßnahmen notwendig:
1. Die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen, besonders in den Tropen, muss gestoppt werden.
2. Die Nahrungsmittelproduktion kann sich durch den Einsatz von angepassten Sorten und besseren Anbaumethoden weltweit um 60% steigern.
3. Bewässerungswasser und Düngemittel sollen nur dort verwendet werden, wo es sich auch wirklich lohnt.
4. Die besten Ackerböden stehen der Produktion von Grundnahrungsmitteln zur Verfügung.
5. Durch die Verringerung von sinnlos weggeworfenen Lebensmitteln lassen sich die verfügbaren Kalorien pro Person um fast 50% steigern.