Derzeit denken deutsche Politiker über eine Helmpflicht für Radfahrer nach. Kein Wunder. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind erschreckend: 2010 sind 381 Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Etwa jeder Zweite erlag Kopfverletzungen. 50 Prozent könnten noch am Leben sein, hätten sie einen Helm getragen, so Helmut Lötzerich vom Institut für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule in Köln.
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Umso erstaunlicher, dass immer noch viele Radfahrer keinen Helm tragen. Laut dem Statistischem Bundesamt will derzeit nur jeder Zehnte einen Kopfschutz beim Radeln tragen.
Kritik vom ADAC
Allerdings wird die geplante Helmpflicht des Bundesverkehrsministeriums von einigen auch kritisch gesehen: Viele Menschen würden dann nicht mehr aufs Fahrrad steigen, so der Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hat bedenken. Sichere Radwege seien der Sicherheit von Radfahrern viel zuträglicher, als die Pflicht zu einer Kopfbedeckung. Außerdem zeige das Beispiel Australien, wo die Helmpflicht bereits eingeführt wurde, dass dann viel weniger Menschen mit dem Rad fahren würden. Sich einen Helm aufzusetzten rät der ADAC aber trotzdem jedem Radfahrer. Aber dies müsse freiwillig geschehen.