Endlich ist es geschaftt, das Königreich Glory ist gerettet, die Helden haben gesiegt und alle sind glücklich. Naja, nicht alle – denn trotz waschechter Heldentaten fühlt sich Drake etwas depressiv. Und auch die Fönfrisur von Holy Avatar sitzt nicht mehr so recht, nachdem ein mysteriöser Nebel unsere Helden von "Grotesque Tactics" eingesponnen und in einem düsteren Dungeon wieder frei gelassen hat.
Gametrailer - "Grotesque Tactics 2: Dungeons and Donuts"
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Nun gilt es, im zweiten Teil des Rollenspiel-Indie-Hits wiederum die üblichen Aufgaben zu erledigen. Monster? Check. Dungeon? Check. Schätze? Check. Quests? Check. Dumme Sprüche und viel Selbstironie. Check... wobei diese nicht mehr ganz so schick sind wie noch im ersten Teil. Es ist aber auch schwer, als Persiflage eines Rollenspiels kontinuierlich die Balance zwischen realen Quests, düsteren Dungeons und Storyline auf der einen Seite, witzigen Ideen, altklugen Dialogen und skurrilen Figuren auf der anderen Seite zu halten.
Kämpfen und Rumrennen
Bei "Grotesque Tactics 2" ist dies jedenfalls nur teilweise gelungen, denn die Dialoge sind zwar lustig, verweisen oftmals überdeutlich auf andere Spiele, Filme oder Bücher, können aber insgesamt im Spiel weder Qualität noch Quantität des ersten Teils aufrecht erhalten.
Statt dessen gilt es im deutlich weniger knuffigen und etwas ernsteren "GT2" nun mehr ums Kämpfen, Sammeln und Suchen – naja, also eigentlich ums Kämpfen und Rumrennen. Die Spielführung ist nicht immer ideal programmiert und so rennt man sich in den Dungeons gerne mal einen Wolf, was dann schon nervt. Noch problematischer ist aber, dass das Spiel nur so vor Bugs strotzt, die mal lustig, mal nervend und manchmal gar komplett zerstörerisch sind – etwa wenn man das Spiel an einigen Stellen nicht zu Ende spielen kann. Hier muss dringend vom Entwickler nachgebessert und jedem Spieler angeraten werden, auf den nächsten großen Patch zu warten und erst dann loszulegen, sonst wird es schnell frustrierend.