Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben ein winziges Molekül entdeckten, das in Zellen gleich zwei wichtige Wege der Krebsentstehung blockiert. Bei der Untersuchung von Tumorgewebeproben von 76 Brustkrebspatientinnen fanden die Forscher heraus, dass Tumoren, die bereits bösartige Metastasen gestreut hatten, weniger von den entdeckten Molekülen produzieren als solche, die nicht gestreut haben.
"Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass das Molekül namens miR-520 eine echte Krebsbremse ist, die das bösartige Verhalten der Tumorzellen gleich auf zwei verschiedenen Wegen unterdrückt", interpretiert Stefan Wiemann die Ergebnisse seiner Arbeit. Diese natürliche Krebsbremse falle offenbar in vielen Brusttumoren aus, glaubt Wiemann. Mit Hilfe des Moleküls wollen die Forscher nun eine spezielle Therapie entwickeln, die die Entstehung von Brustkrebs hemmt.
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