Mit einem neuen Verfahren können Beeinträchtigungen an der Wirbelsäule künftig noch schonender behandelt werden. Für die Therapie der Wirbelsäulen mittels eines Kernspintomographie (MRT) ist es bald nicht mehr nötig, ein spezielles Kontrastmittel zu verwenden. Statt dessen ist die Untersuchung dann mit einfacher Kochsalzlösung möglich. Das ergab eine am Grönemeyer Institut für Mikrotherapie in Bochum durchgeführte Studie in Kooperation mit zwei Wissenschaftlern der Johns-Hopkins-University Medical School Baltimore.
"Normalerweise müsste dem Patienten zuerst ein Kontrastmittel gespritzt werden, damit die Verteilung des später einzubringenden Medikamentes in der Wirbelsäule absolut präzise bestimmt werden kann", sagt Institutsleiter Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer. Durch eine spezielle, neu entwickelte MRT-Bildgebungsmethode könnten Wirbelsäuleneingriffe mit Kochsalzlösung in vergleichbarer Qualität wie mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Dies sei ein weiter wichtiger Schritt zu mehr Patientensicherheit und einer noch schonenderen und darüber hinaus kostengünstigeren Behandlungsweise, so der Mediziner.
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