Wissenschaftler haben einen neuen Ansatz in der Bekämpfung der chronischen Hauterkrankung Neurodermitis gefunden. In einer Studie konnten die Forscher des Helmholtz Zentrums in München drei Gene ausmachen, die das Risiko für eine Neurodermitis-Erkrankung erhöhen. Zwei der Gene tragen dazu bei, die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Das dritte gefundenen Gen habe Auswirkungen auf das Immunsystem und beeinflusse auch die Entstehung von Asthma und Allergien, schrieben die Forscher im Fachjounal "Nature Genetics".
"Unsere Ergebnisse ermöglichen es, die genetischen Ursachen von Neurodermitis besser zu verstehen. Damit können wir nicht nur Test für genauere Risikoabschätzungen entwickeln, sondern auch neue Präventions- und Behandlungsansätze ableiten," sagt Dr. Joachim Heinrich, Initiator der Studie. Für die bisher größte Gen-Untersuchung auf diesem Gebiet wurden weltweit über 10.000 Neurodermitis-Patienten und 40.000 gesunde Patienten untersucht.
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