Salmonellen gehören zu den gefährlichen Bakterien auf Lebensmitteln, die schwere Magen-Darm-Infektionen beim Menschen auslösen können. Deswegen hat die Europäische Kommission 2008 ein EU-weites Salmonellen-Bekämpfungsprogramm gestartet, dessen Ergebnisse das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun für das Jahr 2010 herausgegeben hat. Demnach bergen nur noch 0,3 Prozent der bei Zuchthühnern gefundenen Bakterien eine Gefahr. Bei Masthähnchen sind es nur 0,2 Prozent. Im Vorjahr lag diese Rate noch bei 0,9 und 0,4 Prozent.
"Maßnahmen greifen"
"Damit bestätigt sich der Trend, der sich bereits in den Vorjahren abzeichnete. Immer weniger Geflügelherden sind mit Salmonellen belastet. Die Maßnahmen zur Bekämpfung greifen", so BfR-Präsident Andreas Hensel.
Das Salmonellen-Bekämpfungsprogramm beinhaltet Maßnahmen wie etwa eine Impfpflicht für Legehennen in Ländern mit hohen Salmonellenraten und strenge Regeln für das Futter. Salmonellen befinden sich entweder in den Organen, im Darm oder auf den Federn der Tiere. Sie können bereits im Huhn in das Ei-Innere oder auf die Ei-Schale gelangen. Während des Schlachtprozesses können sie in die Lebensmittelkette gelangen und beim Menschen schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.
Allergien - Dass Bakterien nicht immer negative Folgen für den Körper haben müssen, konnten nun Forscher aus Mainz nachweisen. ... mehr
Infektionsrisiko
Haustiere übertragen Salmonellen
Infektionsrisiko - Immer mehr Deutsche halten sich Reptilien als Haustiere und so steigt auch die Zahl der Menschen, die durch die Exoten mit Salmonellen infiziert werden. Doch auch andere Haustiere können Überträger sein, so Michael Borte vom Städtischen Klinikum St. Georg in Leipzig. ... mehr