Wer sich sehr stark auf Musik konzentriert, wird weniger anfällig für Schmerzen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die amerikanische Forscher um David H. Bradshaw durchgeführt haben. Für die Untersuchung hatten die Wissenschaftler 143 Freiwillige gebeten, sich Musikstücke anzuhören und dabei auf abweichende Töne zu achten.
Gleichzeitig wurden den Teilnehmern leichte Elektroschocks in die Fingerspitzen geleitet. Die Höhe der Schmerzreize konnten die Forscher über entsprechende Indikatoren wie die Pupillenweite messen.
Mehr Musik, weniger Schmerzen
Je mehr sich die Teilnehmer auf die Musik konzentrierten, umso weniger nahmen sie die Schmerzen wahr, schrieben die Forscher in der Fachzeitschrift
"Journal Of Pain". Sie vermuten, dass das bewusste Wahrnehmen der Melodien in den Nervenbahnen mit der Schmerzleitung konkurriert und die Beschwerden daher nur eingeschränkt im Gehirn registriert werden. Bei Probanden, die generell große Ängste vor Schmerzen hätten oder eine gute Konzentrationsfähigkeit besitzen würden, funktioniere die musikalische Schmerzlinderung am besten.