Das härteste Material des menschlichen Körpers wird von seinen kräftigsten Muskeln bewegt: Wenn wir herzhaft in einen Apfel oder ein Schnitzel beißen, wirken enorme Kräfte auf unsere Zahnoberflächen ein. "Was der natürliche Zahnschmelz aushalten muss, das gilt auch für Zahnersatz", sagt der Glaschemiker Christian Rüssel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Schließlich werde dieser genauso beansprucht, wie die gesunden Zähne.
Jetzt ist es Rüssel und seinen Kollegen vom Otto-Schott-Institut gelungen, ein neuartiges Material mit einer nanokristallinen Struktur herzustellen, das besser als Zahnersatz geeignet ist.Aufgrund der hohen Festigkeit seien die Glaskeramiken auf der Basis von Magnesium-, Aluminium- und Siliziumoxid hervorragend für den Einsatz in der Zahnmedizin geeignet, schrieben die Forscher im Fachmagazins "Journal Of Biomedical Materials Research". "Wir erreichen damit rund fünf Mal höhere Festigkeit als bei vergleichbaren, heute verfügbaren Zahnersatzkeramiken“, so Rüssel.
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Zahnpflege
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