
An Heroin sterben nach wie vor die meisten Drogenabhängigen (Foto: Public Address)
published: 27.03.2012
Drogenstatistik
Zahl der Einsteiger nimmt zu
In Deutschland ist die Zahlen der Drogen-Erstkonsumenten deutlich gestiegen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), und das Bundeskriminalamt (BKA) am Montag in Berlin vorgestellt haben. So wurden im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr Menschen wegen des Konsums harter Drogen polizeilich erfasst als 2010. Insgesamt speicherte das BKA 2011 die Daten von 21.315 Menschen. Vor allem die Konsumenten von Crystal Meth haben stark zugenommen. 2011 wurden insgesamt 1693 Konsumenten erstmals auffällig - 164 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch die Zahl der vom BKA beschlagnahmte Crystal-Meth-Menge war 2011 so hoch wie nie zuvor.
Heroin tötet die meisten Konsumenten
Auch bei Ecstasy, Kokain und Amphetamin stieg die Zahl der Erstkonsumenten. Bei Heroin ging sie dagegen zurück. An der Droge starben nach wie vor die meisten Drogenabhängigen.
Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland aber insgesamt zurückgegangen: 2011 kamen 986 Menschen durch den Konsum harter Drogen ums Leben. Das sind 20 Prozent weniger als 2010 (1237 Tote). Damit ist der Stand so niedrig wie zuletzt 1988, so Dyckmans. Die FDP-Politikerin glaubt, dass die große Anzahl an Hilfs- und Behandlungsangeboten für den Rückgang verantwortlich sei. Therapien und Drogenkonsumräume und andere Hilfsangebote sorgten dafür, dass Drogenabhängige heute überleben könnten und gesundheitlich stabilisiert würden. Seit 2002 ist das Durchschnittsalter der Todesopfer von 32 auf 37 Jahre gestiegen.
BKA-Präsident Jörg Ziercke warnte außerdem vor sogenannten synthetischen Legal-High-Produkten: Diese Substanzen würden oft als Kräutermischungen verkauft und enthielten Betäubungsmittel, die schwerste Vergiftungen auslösen und auch zum Tod führen könnten.
[TK]
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Dr. Karin Anderson ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und psychotherapeutische Medizin. Als Forenexpertin für Scoolz und die Techniker Krankenkasse berät sie dich kostenlos.
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