Wissenschaftler aus den Niederlanden haben im menschlichen Speichel einen Stoff entdeckt, der die Wundheilung beschleunigt. Der Wirkung der Substanz namens Histatin kamen die Forscher um Menno Oudhoff von der Freien Universität in Amsterdam bei Tests mit menschlichen Zellen auf die Spur. Sie züchteten im Labor Zellen aus dem Mund in einem Gefäß mit und ohne Speichel. Dann fügten sie den Zellen eine kleine Verletzung zu. In dem Gefäß mit menschlichem Speichel heilten die Zellen deutlich schneller als in dem ohne, schrieben die Forscher in dem Fachmagazin "The Faseb Journal".
Anschließend analysierten sie jeden einzelnen Bestandteil des Speichels und stießen dabei schließlich auf das Protein Histatin. Von der Substanz war bisher nur bekannt, dass sie antibakteriell wirkt. Als nächstes wollen die Forscher ihre Erkenntnisse nun pharmazeutisch nutzen. Sie hoffen, dabei auch chronische Wunden, wie sie häufig bei Diabetes-Patienten auftreten, schneller heilen zu können.
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