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Redaktionelle Anzeige | Powered by TK published: 05.09.2005
Zahngesundheit
Was tun bei Zähneknirschen?
Für Zähneknirschen gibt es viele Gründe
Für Zähneknirschen gibt es viele Gründe
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Woran hast du zu „knabbern“?
Die Menschen in der Urzeit haben ihre Zähne gefletscht, um ihre Feinde zu warnen und abzuschrecken. Auch heute noch ist es manchmal ganz schön hart, sich durchs Leben zu beißen. Ärger, Belastungen und ungelöste Probleme führen dann zu Anspannungen im Körper. Ohne es zu merken, bauen manche Menschen nachts überschüssige Energie ab, die tagsüber durch Stress aufgebaut wurde: sie beißen und reiben mit den Zähnen. Manche pressen auch mit der Zunge gegen das Gebiss.

Übrigens: Zähneknirschen ist gar nicht so selten und nimmt immer mehr zu. Klar, denn auch das Leben wird immer stressiger. Wer morgens mit verspanntem Nacken aufwacht, knirscht nachts möglicherweise mit den Zähnen. Bereits fünfjährige Kinder haben durch das Mahlen Schäden an ihren Milchzähnen.

Aber: Nicht immer sind Sorgen schuld amnächtlichen Zähneknirschen. Auch eine zu hohe Füllung oder ein gekippter Weisheitszahn können stören. Man presst dann (oft auch am Tage) unbewusst, um wieder die gewohnte Zahnstellung zu bekommen.

Heftig: Normalerweise sollten die Zähne sich beim Schlafen in der so genannten „Ruheschwebe“ befinden. Das Fatale beim Knirschen: Nachts fallen alle Schutzreflexe weg, die am Tage das Kausystem schützen. Die Zähne können dann mit einer Kraft von bis zu 400 Kilo zubeißen. Das ist fast so, als würde dir nachts ein Pferd aufs Gebiss steigen!

Was kann passieren?
Ganz klar, dass so eine Belastung nicht ohne Folgen bleibt.Wenn das Zähneknirschen harmlos ist, nutzen sich nur die Eckzähne schneller ab. Wird das Mahlen kräftiger, schleifen sich auch Front- und Backenzähne ab. Wer intensiv „knirscht“, kann richtige Probleme bekommen, denn Kaumuskeln und Kiefergelenk werden extrem beansprucht.

Möglich sind:
·Beschwerden und Schäden im Kiefergelenk (schmerzhaftes Kiefergelenkskrachen)
·Muskelschmerzen
·Ständige Zahnschmerzen
·Lockere Zähne
·Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang
·Risse im Zahnschmelz
·Kopf- und Nackenschmerzen
·Gesichtsschmerzen
·Schwindel

Bin ich „zerknirscht“?
So kannst du feststellen, ob du eventuell unbewusst deine Zähne abnutzt: Tun dir nach dem Aufwachen das Kiefergelenk oder die Zähne weh? Ist es schmerzhaft und schwierig zu gähnen? Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du nachts knackende Geräusche machst? Hast du morgens Abdrücke der Zähne am Zungenrand? Wachst du mit Kopfschmerzen auf? Schau in den Spiegel. Passen die Flächen aller Zähne beim Zubeißen exakt aufeinander, ohne dass natürliche Spalten dazwischen sind?

Was ist zu tun?
Es ist wichtig, dein Zähneknirschen frühzeitig zu erkennen, bevor dein Gebiss bereits geschädigt ist. Der Zahnarzt kann die Schleifspuren erkennen, die durch das Mahlen entstehen. Auch ein verspannter Kiefer kann ihm Auskunft über dein nächtliches Knirschen geben. Eventuell störende Zahnfüllungen sollten schnellstens beseitigt werden. Um Zähne und Kausystem zu schützen, ist es ratsam, nachts eine „Aufbiss-Schiene“ zu tragen. Diese individuell angefertigte Kunststoffschiene verhindert, dass deine Zähne direkten Kontakt haben. Ergänzt wird die Schiene durch eine spezielle Massage der Kiefermuskeln oder zusätzliche Wärme- und Kälteanwendungen. Auch selbst massieren hilft!

Ärger aufspüren!
Natürlich beseitigt die Schiene nicht die Ursache deines Knirschens. Du solltest daher einen Gang zurückschalten und lernen, besser mit Stress und Anspannung umzugehen. Gut sind hier Autogenes Training, Yoga, Meditation oder Progressive Muskelentspannung. Auch die TK bietet Entspannungsmethoden im Rahmen ihres Präventions-Programms an. Interessierte können sich bei der TK gerne beraten lassen oder online nachschauen unter.Was auch gut ist: vor dem Einschlafen ruhig hinsetzen und den Tag noch einmal überdenken. Schau genau hin: Was macht dir Angst, was stresst dich und wo hast du Ärger? Musstest du heute wieder die Zähne zusammenbeißen? Auch ein warmes Bad mit Melisse entspannt vor der wohlverdienten Nachtruhe.

[TK]
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