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Du bist der Boss!
Im Chat kannst du Freunde treffen, neue Bekanntschaften knüpfen oder einfach über deine Lieblingsthemen plaudern. Chatten an sich ist nicht gefährlich, aber manchmal wirst du blöd angemacht, beleidigt oder mit sexuellen Anspielungen belästigt. Du bekommst unaufgefordert pornographische Bilder zugemailt, wirst zu Treffen animiert und für seltsame „Fotoshootings“ angeworben. Damit solche Leute nicht zu Wort kommen oder aus dem Chatroom verwiesen werden, gibt es in sicheren Räumen so genannte Moderatoren, die sichtbar oder unsichtbar aufpassen und die Gespräche verfolgen. Außerdem kannst du selbst eine Menge tun, um dich zu wehren und solchen Hohlköpfen erst gar keine Chance zu geben. Also mach dich schlau. Denn nur wer keine Ahnung hat was abgeht, kann zum Opfer werden.
Wer oder was bin ich?
Viele spielen im Chat nur eine Rolle, denn dazu ist das anonyme Internet ideal. „Simon, 13“ kann in Wirklichkeit „Erwin, 45“ sein, und eine „Tina“ ist vielleicht im wahren Leben „Jan-Uwe“ – who knows? Seine eigene Person etwas auszuschmücken macht ganz klar riesig Spaß, kann aber auch nach hinten losgehen, wenn der andere tatsächlich glaubt, was du ihm verklickern willst. Wenn du selbst mit einem Augenzwinkern chattest, dann zeig auch bei deinen Chatfreunden ein gesundes Misstrauen. Schon mal was vom Wolf im Schafspelz gehört? Angst ist jedoch ein schlechter Ratgeber – die brauchst du auch nicht zu haben – denn Angst lähmt. Wenn du ein paar Regeln beherrscht und dich damit stark fühlst, kann dir keiner etwas anhaben!
Kein Risiko –
Tipps für sicheres Plaudern im Netz:
1. Meide alle Foren, die dir komisch vorkommen. Du solltest nur in Räumen chatten, wo dir Hilfe angeboten wird und der Betreiber einfach zu benutzende Sicherheits-Tools bereitstellt. Ein Klick – und Leute, auf die du keinen Bock hast, werden ignoriert. Ein „Alarm-Button“ für den Notfall zeichnet ebenfalls einen sicheren Chat aus.
2. Wenn du dir einen „Nickname“ also einen Spitznamen aussuchst, achte immer darauf, dass du deinen eigenen Namen nicht verwendest bzw. preisgibst. Auch nicht dein Alter oder Geburtsdatum. Lieber einen Fantasienamen – du bist doch kreativ!
3. Deine Adresse, deinen vollständigen Namen, deine Schule oder Telefonnummer solltest du nicht leichtfertig innerhalb von Chats, Foren oder Gästebüchern rausrücken. Oder willst du, dass plötzlich jemand aus der virtuellen Welt bei dir vor der realen Tür steht?
4. Antworte nie auf E-Mails oder Chatbeiträge, wenn sie zweideutig, unanständig, hetzerisch oder bedrohlich wirken oder wenn du bei ihnen ein unangenehmes Gefühl hast.
5. Eine blöde Anmache kannst du manchmal schon mit einem klaren Nein beenden, wie: „Idiot, lass mich in Ruhe“. „Ich hol’ mal eben meine Eltern“. Oder auch eine Drohung: „Ich habe gerade die Polizei angerufen.“
6. Schicke niemandem ein Bild von dir, ohne vorher mit deinen Eltern oder Freunden darüber gesprochen zu haben.
7. Damit keine unerbetene Post im Postkasten landet: nie deine E-Mailadresse einfach rausrücken oder gar öffentlich, für jeden lesbar, eintippen. Auch wenn du noch so Stolz auf deinen eigenen Mail-Account bist. Dann hagelt es nämlich nicht nur Werbemails ... Sinnvoll ist es, für Fremde eine zweite Adresse anzulegen, die nur einen Fantasienamen enthält.
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