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Erste Schritte zum Star machte der Underground-Bassist dann mit seinem Solodebüt „Einzelhaft“ und vor allem mit der Single „Der Kommissar“. Den endgültigen Durchbruch (auch und vor allem in Amerika) brachte das legendäre Album „Falco 3“. Mit der Single „Jeanny“ zeigte sich, dass es kaum eine bessere Erfolgsgarantie gibt, als die Ächtung durch alle etablierten Medien. Aus heutiger Sicht auch eher ein Strohfeuer, war doch „Jeanny“ weniger gewaltverherrlichend als ein heutiges Pockemon-Handy-Game.
Dem Thema Frauen ist auf „Falco - Hoch wie nie“ ein eigenes Kapitel gewidmet, war es doch für Falco nie leicht, seine Frau fürs Leben zu finden. Weder die fiktive „Jeanny“ (an der Falco nach eigenen Worten nicht das geringste sexuelle Interesse hatte) noch die Aufsehen erregende Dänin Brigitte Nielsen (an der er nicht das geringste musikalische Interesse hatte) brachten ihn weiter. Und auch seine kurze Ehe mit Isabella Vitkovic endete im Desaster - hatte doch die angeblich gemeinsame Tochter Katharina-Bianca einen anderen Vater.
Auch sein letztes Interview ist Teil der DVD sowie Ausschnitte aus Falcos Begräbnis im Jahr 1998, nachdem er an den Folgen eines Autounfall gestorben war. Viele Weggefährten kommen zur Sprache, aber auch Künstler, denen Falco ein musikalisches Vorbild war. Unter anderem: Niki Lauda, Peter Maffay, Peter Alexander, Arnold Schwarzenegger, Brigitte Nielsen und Smudo.
„Falco - Hoch wie nie“ ist eine aufregende Hommage an einen großen Künstler und Musiker, an einen etwas schrägen Kauz, an einen Querdenker und an einen Charmeur. All dies war Hans Hölzel alias Falco, und wahre Fans werden an diesem Bild- und Tonträger ihre helle Freude haben. Wer allerdings einfach mal ein bisschen in musikalischen Erinnerungen schwelgen möchte, für den ist diese DVD ungeeignet, wird doch kein Song und kein Video ausgespielt. Dem sei die gleichnamige CD ans Herz gelegt.
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