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| Sind immer für eine Überraschung gut -die Killerpilze. |
| (Foto: Public Address) |
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Jo: "Ja, Schlagi will immer sehr Underground-mäßig sein und das geht nicht mehr. Wir haben, ehrlich gesagt, kein Problem damit, dass unsere Musik massentauglich ist. Wir schreiben die Texte zu unserer Musik selber, wenn das vielen Leuten gefällt, ist das das Schönste überhaupt. Man sieht es ja, da sind Leute draußen, die freuen sich wahnsinnig über ein Au-togramm oder ein Foto. Natürlich gehört da eine gewisse Kom-merzialität oder Massentauglichkeit dazu, aber für uns ist das wirklich kein Problem."
Mäx: "Genau, wir haben uns nicht verbogen, keineswegs. Wir machen noch das Gleiche, was wir immer gemacht haben."
Jo: "Wir arbeiten zur Zeit am neuen Album, von dem Schlagi bisher natürlich noch keine Songs gehört hat. Das heißt, er weiß nicht, wie es weiter geht. Wir haben uns musikalisch weiter entwickelt. Wir sind stolz auf das, was wir gemacht haben."
• Ihr habt mal gesagt, dass ihr mehr in Richtung Metal machen wollt?
Jo: "Naja, es sind schon Einflüsse da. Es wird auf jeden Fall experimenteller und einfach abwechslungsreicher. Es ist viel näher an uns dran, weil die Songs jetzt innerhalb von einem halben Jahr entstanden sind, beim letzten Album war der Zeitraum viel länger."
Fabi: "Es ist auf jeden Fall noch unsere Musik. Wenn man das Album hört, wird man wissen, dass das die Killerpilze sind. Besser als je zuvor."
• Ihr habt bei Euch daheim einen Anti-Rassismus-Tag ins Leben gerufen. Spielt ihr da jetzt noch?
Jo: "Wir müssen schauen, wie wir das dieses Jahr machen. Wir spielen einmal in der Heimat, für eine Institution, die wir da gegründet haben, ´Rock im Hof´. Wir würden das auf jeden Fall gern verknüpfen. Den Anti-Rassismus-Tag haben wir schon ganz früher mit Bands aus unserer Region gemacht und wir sind natürlich immer noch im Kampf gegen Nazis unterwegs."
• In Berlin ist vor kurzem ein 16-Jähriger an den Folgen seines Alkoholkonsums auf einer so genannten Flatrate-Party gestorben…
Jo: "Ja krass, der hatte 45 Tequila gekippt. Jeder Jugendli-che sollte seine Grenzen kennen. Wenn man von seinen Kumpels noch gepusht wird, sind das echt keine Kumpels. Solche Wett-sauf-Aktionen finde ich eh voll für´n Arsch. Man kann natür-lich Partys feiern und auch einmal etwas trinken, aber im Endeffekt muss jeder selber entscheiden, wann es reicht. Wenn es wirkliche Freunde sind, sagen die auch mal ´Hey, hör auf, es reicht jetzt!` und sehen nicht dabei zu, wie sich jemand 50 Tequila reinschüttet."
Fabi: "Ich verstehe nicht, warum der Barkeeper nichts gesagt hat. Klar, der will Kohle machen, aber das ist einfach völ-lig unverantwortlich gegenüber den Jugendlichen."
Mäx: "Selbst, wenn jemand schon über 18 ist, wenn der stern-hagelvoll an der Bar sitzt, dann gibt man dem doch nix mehr sondern bestellt ein Taxi."
Jo: "Es ist ja auch nicht unbedingt cool, besoffen zu sein. Natürlich hat man mal Spaß und jeder macht seine Erfahrungen, aber im Endeffekt erlebt man die geilsten Partys, wenn man noch weiß, was abgeht."
• Fabi, hast Du noch ein Killerpilze-Wand in Deinem Zim-mer?
Fabi: "Ja natürlich, die haben wir alle. Ich sammle auch weiter noch fleißig. Die werde ich auch nie abhängen. Das wäre erstens viel zu viel Arbeit, und zweitens ist das eine coole Erinnerung, wenn ich in 50 Jahren mal in den Raum reingehe."
Jo: "Das war dann eine geile Jugend. Der erste Artikel, das erste Poster, die erste selbst geschriebene Kontaktkarte... Das ist ein wahres Fundmuseum für Sammler."
• Was glaubt ihr, macht ihr in 20 Jahren?
Jo: "Musik."
Fabi: "Auf der Bühne stehen mit den Killerpilzen."
Jo: "Auf jeden Fall werde ich nicht in irgendeinem Beamtenjob enden sondern mich dafür reinhängen, dass wir so weitermachen können wie bisher."
Fabi: "Die Ärzte sind auch seit 25 Jahren im Geschäft."
Mäx: "Es wäre schön, wenn wir unseren Traum leben könnten."

[Franzisca]
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