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| Gähnen gehört genau wie Schnarchen oder Magenknurren zu den bekanntesten Körpersignalen |
| (Foto: Public Address) |
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So ein Schnarchsack!
Wer nachts schon einmal über einen Campingplatz gelaufen ist, hat sie bestimmt gehört: die Schnarcher. Wer längere Zeit mit einem zusammengelebt hat, weiß, dass besonders die Rückenlage unschöne Töne provoziert. Das liegt daran, dass in dieser Position die Zunge leicht nach hinten rutscht und so den Weg der Atemluft verengt. Auch eine schlaffe Rachenmuskulatur, beispielsweise durch Alkohol oder Schlafmittel verursacht, trägt zum nervenden Rasseln bei. Manchmal führen auch vergrößerte Mandeln, eine große Zunge, Polypen, eine Nasenscheidewandverkrümmung, eine Erkältung oder Übergewicht dazu, dass man schnarcht.
Brrrr, Gänsehaut!
Wenn man vor etwas Angst hat oder friert, reagiert der Körper automatisch, indem er sämtliche Körperhaare aufstellt. Dieser Abwehrmechanismus stammt aus den Zeiten, als die Menschen noch ein Fell hatten und erzielte zwei Effekte: Zum einen bildete sich ein wärmendes Luftpolster um den Körper, zum anderen bewirkten die gesträubten Haare eine optische Vergrößerung - und schüchterten so den Feind ein. Die Hügelchen, die sich dabei unter der Haut bilden, sind kleine Muskeln an den Haarwurzeln, die im richtigen Moment an den Haaren ziehen. Und da die aufgestellten Härchen optisch an eine gerupfte Gans erinnern, war der Name der Erscheinung schnell gefunden.
Wenn die Muskeln krampfen
Wer viel schwitzt oder seine Muskulatur überanstrengt, riskiert leicht eine Störung im Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Besonders beim Sport entsteht in den Muskeln Milchsäure, die bei Flüssigkeitsmangel nicht mehr ausgeschwemmt werden kann. Dadurch kommt es zu einer Übersäuerung, die den beißenden Krampf auslöst. Diesem Phänomen beugt man vor, indem man viel trinkt und gleichzeitig auf eine magnesiumreiche Ernährung achtet. Magnesium findet sich beispielsweise in Bananen und Nüssen.
Gääääähn
Beim Gähnen streckt sich der Kiefer und entspannt sich, das Herz schlägt schneller und das Gehirn wird besser durchblutet. Wer nun glaubt, dies sei eine Reaktion auf Sauerstoffmangel, hat sich allerdings getäuscht. Obwohl diese Theorie lange vorherrschte, wurde in Laboruntersuchungen kein Zusammenhang nachgewiesen. Genauso wenig hat die Wissenschaft bisher rausfinden können, ob ein herzhaftes Gähnen tatsächlich bedeutet, dass eine Person müde oder gelangweilt ist. Es gibt jedoch Hinweise, dass der Reflex ansteckend wirkt, besonders bei Menschen, die sich gut in andere hineinversetzen können. Feststeht, dass man dann gähnt, wenn man von einer Aktivität in eine andere wechselt, wie beispielsweise nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen.
[TK]
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