Wo bin ich: games  

Redaktionelle Anzeige | Powered by TK published: 16.09.2007
Dr. Karina Dubois im Interview
Gaming und Gesundheit
Bruno Kollhorst (TK) und Dr. Karina Dubois beim Gespräch auf der Games Convention (Foto: Techniker Krankenkasse)
Bruno Kollhorst (TK) und Dr. Karina Dubois beim Gespräch auf der Games Convention
(Foto: Techniker Krankenkasse)
Links
Die TK

Bookmark and Share

"Grobmotorische Bewegungen. Wenn Spiele beispielsweise die Bewegungsabläufe eines Tennisspielers nachahmen, kann man dort eine Art Trainingseffekt erzielen. Die Kinder und Jugendlichen erlernen Bewegungsabläufe, die sich auf das richtige Spielen in der Halle oder im Freien positiv auswirken."

Welche Risiken birgt exzessives Computerspielen für die mentale und körperliche Gesundheit?
"Ich denke, dass Elektrosmog nach wie vor ein Thema ist. Der Computer ist mit seinen Strahlen nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Neben den einseitigen Bewegungsabläufen oder mangelnder Bewegung können Spiele aber auch der mentalen Gesundheit schaden. Kinder brauchen einfach einmal Freiraum, wenn man überlegt, dass sie auch in der Schule eingebunden sind und sich konzentrieren müssen. Mit den Spielen sind sie wieder total festgebunden und überfordert. Das Gehirn und das vegetative Nervensystem können sich gar nicht mehr entspannen. Es kann dadurch auch zu Hyperaktivität kommen."

Können Computerspiele die Krankheit auslösen?
"Ja, das würde ich sagen. Nach zu langem Fernseh- und/oder Computerkonsum können sich wirklich extreme Krankheitsbilder äußern."

Welche Kinder sind suchtgefährdet?
"Die Sucht wird weit unterschätzt. Gerade jüngere Kinder, die schon im Grundschulalter viel spielen, sind eher gefährdet als ein Jugendlicher, der etwas stabiler und vernünftiger an die ganze Sache rangehen kann. Es kann auch sein, dass der Halt im sozialen Umfeld fehlt. Kinder starten dann eine Art Fluchtversuch, um sich der Realität zu entziehen. Solche Jugendlichen sind eher suchtgefährdet als diejenigen, die aus purer Freude und in Maßen spielen."

Können Eltern dem entgegenwirken, indem sie mit ihren Kindern gemeinsam Spiele erkunden?
"Auf alle Fälle. Die Verantwortung der Eltern ist da ziemlich groß. Es ist sinnvoll, die Zeit so mit seinem Kind zu verbringen. Erstens haben die Eltern dann einen Überblick darüber, was ihre Kinder spielen, zweitens verbringen sie Zeit miteinander und drittens lässt sich so auch das zeitliche Ausmaß kontrollieren."

Wie sollte das zeitliche Verhältnis zwischen Games und anderer Freizeit aussehen?
"Die Bewegung im Freien, in einer Sportgruppe oder im Verein sollte der Zeit am Computer oder vor dem Fernseher natürlich überlegen sein."

Wie lange sollte ein Kind mit Computerspielen verbringen?
"Es gibt sehr sinnvolle Spiele, bei denen sich das Kind wirklich bewegt. Da kann man schon eine Stunde am Tag sagen. Man muss genau unterscheiden, welche Spiele man dem Kind oder dem Jugendlichen zumutet. Der Heimtrainer beispielsweise ist eine wirksame Sportart, bei der sogar medizinische Daten wie die Herzfrequenz, rote Blutkörperchen oder Muskelaufbau befriedigend sind. Das ist dann zwar indoor, aber wenn es regnet oder dunkel ist, ist das durchaus legitim."

Und wie viel Zeit sollten sie mit fernsehen oder anderen Games verbringen?
"Da reicht eine halbe Stunde am Tag vollkommen aus. Bei vielen Familien hat der Fernseher eine sehr bedeutungsvolle Rolle eingenommen, was sehr schade ist. Dadurch wird die Kommunikation heruntergesetzt. Man sollte sich mehr darauf berufen, Brettspiele zu spielen oder sich zu unterhalten."

[TK]
1 | 2
Bisher wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Computer und Fitness
"Games Meets Health"
Bei der Veranstaltung "Games Meets Health" präsentierten Softwarehersteller interaktive Games (Foto: Public Address)
Computer und Fitness - Welche Risiken birgt Computerspielen für die mentale und körperliche Gesundheit? Können Koordination und Fitness tatsächlich durch Spiele gefördert werden? Rund um diese Fragen drehte sich das Event "Games Meets Health" der Techniker Krankenkasse. ... mehr

Games Convention Leipzig
Gamer fitter als ihr Ruf
Auch Daniel und Dennis Schellhase, Deutschlands erfolgreichste E-Sportler, besuchten die  Aktion "Fit4Games" der Techniker Krankenkasse (Foto: Techniker Krankenkasse)
Games Convention Leipzig - Deutschlands Computerspieler sind fitter als ihr Ruf. Zu diesem Schluss kommt die Techniker Krankenkasse (TK), die vom 23. bis 26. August in Leipzig auf der weltweit größten Computerspielemesse "Games Convention" die Fitness der Gamer testete. ... mehr

my comment Foren mail to a friend Artikel drucken
© 2012 | Public Address Presseagentur | Datenschutzerklärung | Impressum 

News
Scoolz TV

Galerien
| Szenenbilder aus "Hanni und Nanni 2" - 13 Bilder


Wer sich nur seiner Vorfahren rühmt, bekennt damit, dass er einer Familie angehört, die tot mehr wert ist als lebendig.

Neill Lawson

…dass es in den USA mehr Plastikflamingos als echte gibt?
www.tk.de S C O O L Z | Home