Johannes: "Das ist eine lustige Diskussion, aber da kann man nur diesen klassischen Satz sagen: Warum muss man immer in eine Schublade gesteckt werden? Natürlich machen wir Musik, die ein bisschen Mainstream ist, aber was ist schon Mainstream. Bloc Party verkaufen wahnsinnig viele Platten, sind die jetzt noch Indie oder Mainstream? Wir machen ein-fach die Musik, auf die wir Bock haben und das ist mal pop-pig, mal rockig und mal scheiße."
Kristoffer: "In solchen Foren spielen viele Leute darauf an, dass das, was wir machen, nicht echt ist. Man muss ja auch sagen, von Beginn dieser Band an hat es uns irgendwie Spaß gemacht, in gewisser Weise auch zu polarisieren und Meinun-gen zu bilden. Wir wollten es nie jedem recht machen. Muss man ja auch nicht."
Über die Jahre habt ihr schon zahlreiche Konzerte gegeben - sowohl vor großem, als auch vor kleinem Publikum. Was war bisher der beeindruckendste Auftritt für euch?
Kristoffer: "Wir hatten ein paar wahnsinnig coole Auftritte, an die wir uns ewig erinnern werden. Eins unserer größten Highlights war auf jeden Fall am Tag der Deutschen Einheit vor fast einer Millionen Leute am Brandenburger Tor zu spie-len. Rock am Ring und Rock im Park war die Erfüllung unserer Jugendträume. Wir waren auf derselben Bühne wie Velvet Revolver. Mit Scott Weiland, Slash, Matt Sorum von Guns N’ Roses, das war schon echt krass, muss man sagen. Wir haben auch ein Foto mit Scott Weiland gemacht, der allerdings ganz schön zugedröhnt war. Aber er sah echt verdammt cool aus, mit Poncho, Hut und Sonnenbrille, wie ein Cowboy."
Wenn ihr auf Tour seid, hängt ihr ständig aufeinander. Geht ihr euch auch mal auf die Nerven?
Kristoffer: "Nee, eigentlich überhaupt nicht. Das ist jetzt so gewachsen, wir sind ja alle gute Freunde. Das sage ich jetzt nicht nur, das ist tatsächlich so. Wir wissen ganz genau, dass man Abstand lassen muss, wenn man auf so engem Raum zusammen ist und jemand mal genervt ist. Man weiß auch ganz genau, wann dieser Punkt bei den Leuten ist, weil man sich einfach so gut kennt und dann klappt das echt gut. Ob-wohl wir uns so oft sehen, machen wir sogar noch zusammen Party, wenn wir zuhause in Hamburg sind."
Johannes: "Einmal im Monat machen wir Diskussionsrunden, dass wir uns treffen und einmal die emotionalen Themen besprechen. Dann stauen sich nicht so große Sachen auf."
| Revolverheld beim EM-Fan-Fest in Hamburg 2008 (21 Bilder) |
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Macht ihr euch Gedanken, was passiert, wenn es mit der Karriere mal nicht mehr so gut läuft?
Johannes: "Nö, im Moment nicht. Bei uns hat im letzten Jahr irgendwie die große Entspanntheit Einzug gehalten. Das ist alles gerade so selbstverständlich. Und wenn das Album jetzt nicht läuft, dann ist das halt so. Wir hatten echt super Jahre und ich glaube total an dieses Album und glaube auch, dass wir damit noch eine gute Tour spielen können. Im Ernst, uns macht das so viel Spaß, wenn es jetzt irgendwann ein bisschen kleiner wird – ok, dann ist das halt so. Und wenn es noch größer wird, ist das auch in Ordnung."
Kristoffer: "Es gibt keinen wirklichen Plan B. Das ist einfach unser Leben. Wir haben alles dafür gegeben, Musik machen zu können und wir wollen nichts anderes machen." (Svenja Mertens)
Die Tourdaten:
13.04.2010 Hannover/Musikzentrum
14.04.2010 Dresden/Beatpol
17.04.2010 Görisried/Festival
18.04.2010 München/Backstage
20.04.2010 A-Wien/Szene
21.04.2010 Stuttgart/Röhre
22.04.2010 Köln/Live Music Hall
23.04.2010 Berlin/Lido
25.04.2010 Hamburg/Große Freiheit