"Schwanger, wie sag ich's meinen Eltern?", "Wie kann ich meiner magersüchtigen Freundin helfen?", "Mein Freund will nichts mehr von mir wissen." In "Gefühlssachen" könnt ihr anonym mit Gleichgesinnten über eure persönlichen Probleme sprechen.
also bei mir ist es bisschen besser geworden kleine texte kann ich jetzt einigermaßen gut lesen aber aus unserer lektüre geht nicht da tu ich dann immer so also ob ich voll lachen muss.. naja aber es wird... hoff ich doch
Hey.. also ich hab das Problem LEIDER auch und bei mir hilft nichts .. es wird nur noch schlimmer.. ich hab mir alle Tipps von euch durchgelesen und trotzdem hab ich diese Angst noch.. also Leute bitte .. wenn ihr mich versteht und sehr gute tipps habt dann brauch ich die dringend !!
hallo leute,ich seh grad dass die ganzen beiträge hier schon etwas länger her sind...ich schreib trotzdem mal was und hoffe ihr lest es und antwortet....also ich hab das problem auch seit 8 monaten oder so...also bei mir hat das ganze angefangen als mein deutschlehrer mich drangenommen hat damit ich meine hausaufgaben vorlese,ohne das ich mich gemeldet habe.ich hab irgentwie schon gewusst das ich drankomme (ich hab bei sowas immer pech)ich habe vorher auch schon überlegt ob ich aufzeigen soll habe es dann aber doch gelassen,obwohl ich mir bei der hausaufgabe echt mühe gegeben hab.egal,aufjedenfall hat der lehrer mich drangenommen und ich hab angefangen vorzulesen am anfang war allees in ordnung ich hab ungefähr bis zur hälfte laut und mit fester stimme gelesen,doch dann hat meine stimme leicht angefangen zu zittern.daraufhin bin ich total nervös geworden und mein herz hat total gehämmert und ich hatte schweißausbrüche...ich hab dann aufgehört(alle haben mich angestarrt) und ich hab behauptet ich hätte kreislaufprobleme ich konnte mir das auch gar nicht anders erklären das ich mich so gefühlt hab,weil mir ist fast schon etwas schwarz vor den augen geworden.bei mir hat zum glück niemand gelacht,alle waren total besorgt.das war das erste mal das mir das passiert ist.davor hatte ich nie angst was vorzulesen oder vorträge zu halten oder ich hab zum beispiel auch im schultheater große rollen gespielt und alles und plötzlich von der einen auf die andere minute war schluss damit denn beim vorlesen hab ich jetzt immer angst, dass es wieder passiert und vor lauter nervosität und so weiter fängt meine stimme dann wirlich an zu zittern das gleiche ist bei voträgen oder so.ich hab echt keine ahnung was dagegen hilft...bei mir hat es nur etwas gebracht das ich mich so viel wie möglich gemeldet hab und immer aufmerksam den lehrern zugehört hab so dass sie mich nicht zum vorlesen drangenommen haben...aber ab und zu passiert es eben doch das ich was vorlesen muss oder etwas vorstellen oder so,ein satz ist ok aber bei längeren texten werde ich immer wieder nervös,ich hab das vorher noch nie jemandem erzählt,weil ich denke ,dass das schwer nachvollziehbar ist.ich versuch einfach das problem zu verdrängen und es nicht zum hauptbestandteil meines lebens zu machen.schließlich hat jeder vor etwas angst-wir können doch nichts dafür oder????bin jetzt in der 8. klasee und hoffe das sich das mit den jahren gibt...LG
also ich bin dieses jahr umgezogen nach bayern und in nrw ( wo ich früher gewohnt habe ) habe ich immer gelesen !!! aber als wir dieses Jahr ein buch gelesen haben und ich wusste das ich als nächstes dran komme bin ich wahrnsinich nervös geworden und meine stimme wurde zitterig und mein herz hat angefangen zu rasen seit dem kann ich gar nicht mehr lesen und als ich mein referat halten muste hatte ich schon eine woche davor angst und als ich es dan halten musste war ich so nervös das ich nur 1 - 2 minuten etwas erzählt habe ...
ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll letzte woche als wir eine vertretungsstunde hatten hatte ich so angst das wir in so einem geschichtenbuch lesen das ich gesagt habe das es mir nicht gut geht und ich mich gerne abholen lassen würde und morgen haben wir wieder eine ich habe schon seit ich auf den vertretungsplan geschaut habe angst morgen in die schule zu gehen obwohl ich garnicht weiß was wir morgen machen
also ich habe dieses problem erst seit ich einmal so ein buch vorlesen musste und seit dem kann ich gar nicht mehr lesen ich habe so angst und werde nervös ich habe sogar angst in die schule zu gehen und wen ich lesen muss sage ich das ich keine luft bekomme weil ich erkältet bin ....
oder so etwas !!! und die kinder aus meiner klasse fragen dan immer so blöd wieso ich nicht lesen konnte und so ...
aslo habt ihr eine lösung auser die kinder in unterwesche vorstellen ( was ich auch garnicht will )
Hallo,
Ihr schildert eine die typische Situation, bei der ein einmaliger Vorfall einen Teufelskreis ängstlicher Erwartung auslöst, der sich bei jeder Wiederholung dieser Situation verstärkt. Grundlage dafür ist mangelndes Selbstvertrauen, das ein an sich harmloses Ereignis, das jedem einmal passieren kann, zu einer grossen Peinlichkeit umdeutet. Aus einem Stolpern der Stimme beim Vorlesen in der Klasse wird dann ein Versagen, ihr fühlt alle Augen auf euch gerichtet, und habt den Eindruck, euch vor allen abgrundtief blamiert zu haben.
Anstatt die Sache nicht so tragisch zu nehmen, oder gar selbst über euer Stottern zu lachen, nimmt eure vermeintliche Blossstellung so furchteinflössende Dimensionen an, dass ihr nicht mehr objektiv sein könnt, und euch in euch selbst verkriecht.
Da ihr innerlich auch nachher keine Distanz zu diesem Ereignis bekommen könnt, bleibt die Ängstlichkeit bestehen, weitet sich aus und wird schliesslich zu einer Angst vor der Angst, d.h. nicht mehr der eigentliche Auslöser, das Vorlesen vor Publikum, schreckt euch am meisten, sondern die Vorstellung, wieder einen Angstanfall in aller Öffentlichkeit zu erleiden.
Dabei sind es nicht eure Zuhörer, die überkritisch sind, und aus einer kleinen Stolpermaus einen Blamage-Elefanten machen, sondern eure eigene Vorstellung. Ihr selbst könnt euch diesen vermeintlichen Fehler nicht verzeihen, ihr selbst findet, dass ihr versagt habt, nicht eure Klassenkameraden und Lehrer, die eure nicht so grossartige Darbietung vielleicht einen Moment lang belustigend finden, aber dann nicht mehr daran denken - und ihm schon gar keine grosse Bedeutung beimessen!
Überwinden könnt ihr diese Angst nur durch Umdenken und Konfrontation. BlueEyes hat eine Lösung für sich gefunden, indem sie, anstatt sich ängstlich zu ducken, ärgerlich geworden ist, und aus dem “ich versage” ein “zeigt doch, dass ihr es besser könnt” gemacht hat. Anstatt sich selbst als “Blamierte” zu sehen, hat sie sich die anderen in einer lächerlichen Situation (in Unterwäsche) vorgestellt, und sich damit von ihrer Angst abgelenkt.
Umgedacht (Psychologen nennen das “Reframing”) hat auch Klaus. Er hat sich gesagt, Vorlesen ist keine Strafe, sondern ein Privileg, dass “ich darf”, weil ich gut bin - und die anderen nicht.
Sich mit seiner Angst konfrontieren, heisst, diese Situation nicht ängstlich vermeiden, sondern sie sogar aktiv aufzusuchen. Vorher mit den Lehrern über seine Angst vorm Vorlesen zu sprechen, ist hilfreich, weil sie dann verstehen, was die Ursache für dein Verhalten ist, und dir sicher Hilfestellung geben. Genauso hilfreich ist es, sich einem Freund oder einer Freundin in der Klasse zu offenbaren, und mit ihr oder ihm zu vereinbaren, dass ihr Blickkontakt haben könnt, während du vorliest, sodass du in ein freundliches, ermunterndes Gesicht schaust, wenn du aufblickst.
Und dann ist es auch eine gute Sache, im Vorwege der Situation die Schärfe zu nehmen, indem ihr eine scherzhafte Bemerkung macht, bevor ihr mit dem Lesen anfangt, etwa, wie: “Wundert euch nicht, wenn ich ein bisschen stottere”... und gebt dann eine lustige Begründung, die die anderen zum Lachen bringt. Wenn freundlich gelacht wird, sind alle, du eingeschlossen, automatisch entspannt, und du hast mehr Distanz.
Und, wie Klaus richtig anmerkt, Üben ist auch wichtig. Wer selten laut liest, ist es auch einfach nicht ausreichend gewöhnt, und neigt viel mehr dazu, zu stolpern und Fehler zu machen. Am besten ist es, wenn ihr einen Text lest, und euch dabei auf Band aufnehmt. Dann könnt ihr die Aufnahme abspielen und hören, woran es fehlt. Das langsame, betonte Lesen ist ein sehr entscheidender Punkt. Wer langsam liest, spricht deutlicher, nuschelt weniger, versteht den Text selber besser, und gerät daher seltener ins Stottern.
Das Schlimmste, was ihr tun könnt, ist es, euch euren Ängsten nicht zu stellen, die Situation mit allen Mitteln und Ausreden zu vermeiden, und niemanden ins Vertrauen zu ziehen. Dann wird eure Angst nicht besser, sondern verstärkt sich, und kann euch schliesslich so behindern, dass nur noch der Weg zum Verhaltenstherapeuten hilft.
LG, Dr. Karin Anderson